Rockland-Radio-Chef Steffen Müller

Welche Chancen ein lokalisiertes UKW-Vermarktungskonzept dem Privatradio bietet

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Steffen Müller von Rockland Radio
© Rockland Radio
Steffen Müller von Rockland Radio
Corona hat die Werbeumsätze des Privatradios in der Region tief ins Minus gedrückt. Doch ausgerechnet dort sieht Steffen Müller das größte Potenzial für die Sender und verweist im HORIZONT-Interview auf den Erfolg seiner lokalisierten Vermarktung bei seinen Sendern Radio 21 und Rockland Radio, den möglichst viele Stationen nachahmen sollten.
Herr Müller, das Privatradio durchlebt die schwerste Krise seit seiner Gründung in den 1980er Jahren. Im Zuge der Corona-Pandemie brechen vielen Sendern vor allem die lebenswichtigen Erlöse im lokalen und regionalen Werbemarkt weg. Droht nun ein Sendersterben? So schnell droht das noch nicht. Aber es geht nicht darum, das Sterben zu verhindern. Es geht darum, die Position des Radios als das noch immer sehr erfolgreiche traditionelle Massenmedium zu verteidigen und die großen Chancen der weltweiten Audio-Revolution zu nutzen. Das werden wir nicht mit Rufen nach Förderungen und neuen Hilfen vom Staat schaffen, sondern nur durch eine radikale Innovationsoffensive des privaten Radios. Innovation in Content, Technologie und Vermarktung. Radio muss der King im Audio-Markt bleiben.

Der Stratege

Steffen Müller zählt zu den bekanntesten Privatradio-Machern Deutschlands. Der 65-Jährige gilt als Ideengeber der Branche und als leidenschaftlicher Hörfunk-Mann. Seit 2010 wirkt er als geschäftsführender Gesellschafter von Radio 21 und Rockland Radio und ab 2019 auch von Antenne Sylt. Frühere Stationen: Geschäftsführer und Programmchef bei Radio Brocken und Antenne Niedersachsen, Geschäftsführer Moira Rundfunk.

Reden wir über die Vermarktung. Wie kann Radio wieder steigende Werbeerlöse generieren? Es muss seinen schleichenden Reichweitenrückgang stoppen, die Zahl der Werbekunden verdoppeln und einen Masterplan für die Programmverbreitung entwerfen, der die unterschiedlichen Distributionswege in ein kosteneffizientes Hybrid-Modell überführt, das mittelfristig in einer kritischen Größe auch Addressable Advertising für Radio ermöglicht.

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