Richtlinie für audiovisuelle Medien

EU-Parlament stimmt über neue Videoregeln ab

Der Ausschuss im EU-Parlament muss erneut abstimmen
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Der Ausschuss im EU-Parlament muss erneut abstimmen
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Das Europaparlament stimmt am heutigen Dienstag über eine Neufassung der Richtlinie für audiovisuelle Medien ab, die unter anderem besseren Schutz für Kinder und Jugendliche im Netz und neue Regeln für Werbung verspricht.
Online-Plattformen wie Youtube oder Facebook bekämen durch die neuen Regeln eine klare Mitverantwortung im Kampf gegen Hetze, gewaltverherrlichende oder andere schädliche Videos zugewiesen. Sie müssen künftig dafür sorgen, dass solche Inhalte - sobald gemeldet - schnell gelöscht werden.

Dafür müssten sie gut funktionierende Meldemechanismen einführen. Die EU-Staaten könnten gegen Betreiber vorgehen, die gegen die Vorschriften verstoßen. Upload-Filter, die Inhalte schon beim Hochladen aussortierten, sind nicht vorgesehen.

Die neue Richtlinie soll dafür sorgen, dass Kinder möglichst wenig schädliche Werbung sehen - also zum Beispiel Werbespots für zuckrige Getränke, ungesunde Lebensmittel oder Alkohol. Produktplatzierungen oder gar Teleshopping-Sendungen sollen in Kinderprogrammen, auch im Internet, grundsätzlich verboten werden. dpa


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