Report

Darauf müssen Unternehmen in sozialen Medien jetzt achten

Marken sollten in sozialen Medien umdenken
© HORIZONT
Marken sollten in sozialen Medien umdenken
Belästigung, Hate Speech, Fake News: 2018 war für die soziale Medien - vorsichtig ausgedrückt - ein turbulentes Jahr. Spiegel-Online-Kolumnist Sascha Lobo bezeichnete den Zustand von Facebook, Twitter und Co jüngst gar als "katastrophal". Marken sollten deshalb in den sozialen Medien auf einiges achten, warnt der Social-Media-Management-Anbieter Hootsuite in einem aktuellen Report - und mit neuen Mitteln verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen.
Social-Media-Nutzer würden immer mehr darauf achten, mit wem sie in den sozialen Medien interagieren und wem sie Daten anvertrauen, heißt es im Report "Social Media Trends 2019", den Hootsuite gestern zum dritten Mal veröffentlichte. Marken müssten deswegen ihre Strategie anpassen und mehr relevanten Content schnell zur Zielgruppe bringen, der aber gleichzeitig authentisch ist und zur Marke passt.


"Um ihre Privatsphäre zu schützen, nutzen mittlerweile viele Social-Media-Nutzer verstärkt geschlossene Kanäle wie Facebook Messenger, WhatsApp und WeChat. Das bietet Unternehmen die Möglichkeit, eine neue Art der Kundenbeziehung aufzubauen, vor allem im Hinblick darauf, dass viele Kunden Instant Messaging auch für Interaktionen wie Support-Anfragen einsetzen", so Penny Wilson, CMO bei Hootsuite.

Hootsuite rät Unternehmen darüber hinaus auch zum sogenannten "Storyfying" statt dem traditionellen "Storytelling". Inhalte im Story-Bereich von Facebook, Instagram oder Snapchat würden etwa 15-Mal häufiger geteilt als Inhalte im altbewährten Newsfeed, heißt es. "Marken müssen 2019 deswegen dringend umdenken und ihre Content Teams müssen Stories in ihr Repertoire aufnehmen, weil das Format im Sharing und sogar beim Kaufvorgang eine immer wichtigere Rolle spielt", so die Experten.


Weil die organische Reichweite 2018 abgenommen hat, müssten Marken zudem mehr in Paid Social investieren, um ihre Botschaften zu verbreiten. Außerdem drängt E-Commerce immer stärker direkt in die Social-Media-Kanäle, wo Kunden mittlerweile ihre Kaufvorgänge sogar abschließen können. "Die erfolgreichsten Marken werden 2019 besonders viel Energie darauf verwenden, ihren Kunden zu zeigen, wie ihre Produkte und Dienstleistungen in ihren Alltag passen."

Zu guter Letzt rät Hootsuite den Unternehmen, ihre Inhalte per Messenger zu verbreiten. Immerhin hätten die vier größten Messaging-Apps zusammengenommen fast fünf Milliarden Nutzer, die mindestens einmal im Monat aktiv sind. 69 Prozent der Kunden hätten in Umfragen angegeben, dass sie einer Marke mehr vertrauen, wenn sie sie über einen Messaging-Dienst anschreiben können.

Mehr zum Hootsuite-Report ist hier nachzulesen. ron
stats