Relaunch

So sieht Spiegel Online ab 2020 aus

So soll Der Spiegel im Netz ab 2020 aussehen
© Der Spiegel
So soll Der Spiegel im Netz ab 2020 aussehen
Der Spiegel hat im Rahmen der Dmexco erste Einblicke in den für Anfang 2020 geplanten Relaunch seines Online-Auftritts gewährt. Die Website rückt optisch näher an das Magazin heran, was sich auch im Namen widerspiegelt: Mit dem Neustart wird die Seite nicht mehr Spiegel Online, sondern wie das Heft Der Spiegel heißen. 
Auf der Website Medium.com gibt Der Spiegel einen umfassenden Einblick sowohl in das neue Design als auch in den Relaunchprozess, an dem unter dem Projektnamen "NextGen" bereits seit rund anderthalb Jahren gearbeitet wird. Am Anfang stand demnach die grundlegende Überlegung: "Wofür wollen wir als Marke stehen, wie wollen wir im Netz künftig Geld verdienen? Das Design muss beides nicht nur reflektieren, sondern unterstützen." Ein Relaunch sei heute kein Wert an sich, sondern müsse größeren journalistischen und geschäftlichen Zielen folgen. 


Insgesamt soll der neue Internetauftritt des Spiegel magaziniger werden. Der Spiegel sei keine Nachrichtenseite wie viele andere: "Es geht immer weniger um schnelle News, die im Internet vielfältig verfügbar sind, sondern — um das Profil der Marke herauszustellen — um die Präsentation der Tiefe, der Hintergründe, der analytischen Kraft, die unsere integrierte Redaktion bieten kann wie wenige andere."

Leserbefragungen hätten zudem ergeben, dass die Leser einen klarere Trennung zwischen Nachrichten und Meinung und mehr Gewichtung zwischen kleinen und großen Stoffen wollen. Zudem würden die Leser "gelegentlich magazinige Stoffe vermissen: Nutz- und Lebenswert mit Anspruch". 


Der neue Auftritt soll außerdem als Blaupause für alle anderen Medienmarken des Spiegel Verlags dienen: Auch die Websites von Manager Magazin, Bento und Harvard Business Manager sollen künftig auf derselben Logik und technischen Plattform aufsetzen wie Der Spiegel.

Sofern keine unvorhergesehenen Schwierigleiten auftauchen, soll die neue Website Anfang 2020 online gehen, die dann kontinuierlich weiterentwickelt werden soll. Eine wesentliche Erkenntnis aus dem aufwändigen Relaunchprozess: "Wir wollen nie wieder einen grundlegenden Relaunch wie diesen umsetzen. Stattdessen wollen wir in einem kontinuierlichen Prozess stetig daran arbeiten, die digitalen Angebote modern und frisch zu halten." dh
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