RBB-Krise

ARD will Vergütungsstrukturen transparenter machen

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Bei der ARD geht die Aufarbeitung der RBB-Krise weiter
© IMAGO / Wolfgang Maria Weber
Bei der ARD geht die Aufarbeitung der RBB-Krise weiter
Unter dem Eindruck der RBB-Krise machen die ARD-Häuser mehr Details zu ihren Gehaltsstrukturen einsehbar. Auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur teilte die ARD mit: Im kommenden Jahr sollen im Transparenzbereich auf der gemeinsamen Webseite (ard.de) zu den Vergütungen "auch Regelungen zur Altersversorgung und die Gehaltsstruktur bei außertariflich Beschäftigten dargestellt werden".
Seit 2015 veröffentlichen die öffentlich-rechtlichen ARD-Häuser Transparenzinformationen auf der gemeinsamen Webseite. Dort sind zum Beispiel Infos zu Gehältern von Senderchefs zu finden.

Die Intendantin des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR), Karola Wille, hatte am Montag in der MDR-Rundfunkratssitzung in Leipzig von Ergebnissen der Intendantensitzung im November in München berichtet und dabei zu Folgen aus der RBB-Krise die Erweiterung des ARD-Transparenzbereichs erwähnt.

In der Affäre beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) um Filzvorwürfe geriet dort auch das Vergütungssystem für Führungskräfte in den Fokus. Umstritten sind ein inzwischen abgeschafftes Bonus-System sowie sogenannte Ruhegeld-Regelungen. Das heißt, dass Führungskräften auch dann Geld zusteht, wenn sie nicht mehr für den Sender arbeiten, aber auch noch nicht im Rentenalter sind. dpa
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