Raus aus Facebook und Co?

Dieser innere Konflikt der Medienhäuser erklärt ihren Umgang mit den GAFAs

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Exit ist auch keine Lösung, denken viele Medienhäuser mit Blick auf Facebook und Co
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Exit ist auch keine Lösung, denken viele Medienhäuser mit Blick auf Facebook und Co
Es geht hoch her zwischen den Medienhäusern und den US-Plattformen. In Australien sperrte Facebook alle News aus, im Rest der Welt winkt man mit Lizenzdeals – und auch in Deutschland machen ab Mai viele mit. Dabei räsonieren manche Medienleute hierzulande sogar über ihren Rückzug von den GAFAs, um diese nicht länger mit journalistischen Inhalten aufzuwerten. Doch zumindest bei den Verlagen dürfte es so weit kaum kommen – wegen einer bestimmten strategischen Annahme.

Fast 13 Jahre ist es her, dass der Kunstbegriff "Frenemy" zum ersten Mal in HORIZONT auftauchte. 13 Jahre, in denen Verlage und Sender um ihre Position zu Google und Facebook ringen. Zu jenen US-Plattformen also, die zugleich "Friend" (weil sie den Websites der Medien viele Nutzer zuschaufeln) und "Enemy" sind, weil sie als Gatekeeper der Inhalte anderer fungieren und damit Aufmerksamkeit und Werbegeld absaugen. Jetzt beginnt eine neue Runde im Ringen – die zeigt, wie zerrissen die Medienhäuser in dieser Frage sind.


Den Ball ins Rollen gebracht hat Paul Mudter, der COO des Großvermarkters Ad Alliance (RTL-Gruppe, G+J, Spiegel). Er warf in HORIZONT die Grundsatzfrage auf, warum Sender und Verlage die US-Plattformen – reine Tech-Unternehmen ohne eigene Inhalte – mit ihrem journalistischen Content qualitativ aufwerten. Es dürfe nicht das Ziel sein, Google, Facebook und Co "mit medieneigenen Inhalten für Nutzer und Werbekunden attraktiver zu machen", sagte Mudter.

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