Radikaler Umbau?

Axel Springer weist Spekulationen in der "Berliner Zeitung" zurück

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Die Axel-Springer-Zentrale in Berlin
© Axel Springer
Die Axel-Springer-Zentrale in Berlin
Der Einstieg des Finanzinvestors KKR bei Axel Springer heizt die Gerüchteküche an. Der Axel-Springer-Konzern stehe vor einem radikalen Umbau und solle aufgespalten werden, heißt es in einem Bericht der Berliner Zeitung. Axel Springer weist den Bericht, demzufolge die publizistischen Objekte, also Bild und Welt, in eine Stiftung eingebracht und die Rubrikenmärkte in eine von KKR geführte Aktiengesellschaft ausgelagert werden sollen, mit Nachdruck zurück. "Diese Spekulationen sind falsch", schreibt Springer in einer internen Mail, die HORIZONT vorliegt. 
In der Berliner Zeitung lehnt sich der Autor Kai-Hinrich Renner weit aus dem Fenster. Der Axel-Springer-Konzern könne in seiner heutigen Form "schon bald Geschichte sein", schreibt Renner unter Berufung auf zwei anonyme Quellen. Der angeblich geplante Umbau sei bereits weit fortgeschritten. "Die Anwälte arbeiten bereits die Verträge aus", zitiert Renner eine der Quellen. 


Laut Axel Springer hat der Bericht nichts mit der Realität zu tun. Die Behauptung, 
die journalistischen Marken, vor allem Bild und Welt, in einer Stiftung zu bündeln, die komplett getrennt vom wachstumsstarken Classifieds-Geschäft geführt werden solle, entspreche nicht der Wahrheit.

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Die journalistischen Angebote von Axel Springer bleiben eine zentrale unternehmerische Aktivität und werden auch in Zukunft zum wirtschaftlichen Erfolg maßgeblich beitragen. Sie werden nicht in eine Stiftung ausgelagert werden. Eine derartige Aufspaltung des Unternehmens ist nicht geplant. Axel Springer ohne Journalismus ist undenkbar", teilt Axel Springer mit.


Auch der Eindruck, dass es einen Dissenz zwischen Springer und KKR gebe, wird zurückgewiesen. So seien Vorstand und Aufsichtsrat "gemeinsam mit dem neuen Investor KKR" davon überzeugt, dass digitaler Journalismus und damit auch die Marken Bild und Welt "eine großartige Zukunft" hätten. "Es ist seit langem bekannt, dass wir uns im Zuge unserer Wachstumsstrategie auf die zwei Säulen digitaler Journalismus und digitale Rubrikenangebote konzentrieren. Axel Springer wird daher sowohl in das digitale Rubrikengeschäft als auch sehr entschieden in digitalen Journalismus investieren", teilt Springer weiter mit. mas


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