Quartalszahlen

Bertelsmann erzielt höchsten Gewinn seit 2002

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Bertelsmann wächst ordentlich
© Bertelsmann
Bertelsmann wächst ordentlich
Bertelsmann hat auch dank einer positiven Entwicklung der TV- und Buchgeschäfte die Gewinnprognose für 2021 angehoben. Für das Gesamtjahr erwarte man ein Konzernergebnis von knapp zwei Milliarden Euro, teilte das Medien-, Dienstleistungs- und Bildungsunternehmen am Dienstag in Gütersloh mit. Im Frühjahr hatte die Prognose noch bei mehr als einer Milliarde Euro gelegen.
Das Konzernergebnis lag im ersten Halbjahr bei rund 1,37 Milliarden Euro (Halbjahr 2020: 488 Millionen Euro). Bertelsmann sprach von dem höchsten Wert seit dem Verkauf der AOL-Europe-Anteile im Jahr 2002.

Als Gründe für den Anstieg nannte der Konzern neben einer positiven Ergebnisentwicklung auch Veräußerungsgewinne. Das operative Ergebnis (Ebitda) stieg auf rund 1,42 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr 2020 hatte es bei knapp 1 Milliarde gelegen. 

Bertelsmann sprach von einem Rekordwert. Laut Konzernchef Thomas Rabe haben dazu mehrere Geschäftsbereiche beigetragen. "Insbesondere unsere drei großen Ertragssäulen, die RTL Group, Penguin Random House und Arvato, haben deutlich zugelegt", so Rabe. Auch bei der Umsetzung seiner Strategie sei der Konzern gut vorangekommen: "Mit dem geplanten Zusammenschluss unserer französischen Fernsehtochter Groupe M6 mit Groupe TF1 und von RTL Nederland mit Talpa sowie mit der geplanten Zusammenführung von RTL Deutschland und Gruner + Jahr haben wir große Schritte bei der Schaffung nationaler Media-Champions gemacht", so Rabe. Damit sei Bertelsmann ein maßgeblicher Treiber der Konsolidierung auf den europäischen Medienmärkten im Wettbewerb mit den globalen Tech-Plattformen. dpa
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