Quartalszahlen

RTL strebt in fünf Jahren zehn Millionen Streaming-Abonnenten an

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Seit dem 4. November heißt TV Now RTL+
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Seit dem 4. November heißt TV Now RTL+
Die RTL Group hat ihre Ziele im boomenden Streamingmarkt angehoben. Bis Ende 2026 strebt die Mediengruppe zehn Millionen zahlende Abonnenten für die beiden Streamingplattformen RTL+ in Deutschland und Videoland in den Niederlanden an, wie die Gruppe am Donnerstag in Luxemburg mitteilte. Bis 2026 soll zudem ein Streaming-Umsatz von einer Milliarde Euro erreicht werden und die beide Dienste sollen dann auch rentabel sein. 
Bislang war das Ziel gewesen, bis 2025 zwischen fünf und sieben Millionen zahlende Abonnenten zu haben. Der Umsatz sollte bei mindestens 500 Millionen Euro liegen und die Gewinnzone erreicht werden. 

Die RTL Group will zudem ihre deutsche Streamingplattform RTL+, die bislang TVnow hieß und seit Donnerstag den neuen Namen trägt, im ersten Halbjahr 2022 zu einer crossmedialen Entertainment-Plattform ausbauen. Dort sollen Video/TV, Musik, Podcasts, Hörbücher und E-Magazine angeboten werden. Bislang ist RTL+ ähnlich wie andere Streamingportale mit einem Fokus auf Bewegtbildangebot aufgebaut. RTL+ zeigt auf der Plattform schwerpunktmäßig seine eigenen Angebote der eigenen Sender mit Mediathek, Livestream für TV und Streaminginhalte. Die RTL Group zählt zum Portfolio des Konzerns Bertelsmann in Gütersloh, der die Mehrheit hält. 
Stephan Schäfer
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Der Streamingumsatz stieg laut Unternehmen zwischen Januar und September um 30,6 Prozent auf 162 Millionen Euro. Im Vergleichszeitraum 2020 hatte er bei 124 Millionen Euro gelegen. 

Die börsennotierte RTL Group hatte Ende September 3,4 Millionen zahlende Abonnenten für die beiden Streaming-Dienste. Davon entfielen auf RTL+ rund 2,39 Millionen Abonnenten. Die Gesamtsumme entspricht den Angaben zufolge einem Plus von rund 90 Prozent im Vergleich zu September 2020 mit annähernd 1,8 Millionen zahlenden Abonnenten. 

Die RTL Group bleibt zugleich bei ihren Unternehmenszielen für das Jahr, die sie im Sommer angekündigt hatte. Die Gruppe geht davon aus, 2021 einen Umsatz von rund 6,5 Milliarden Euro zu erwirtschaften. 
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