Quartalszahlen

Peloton und Snapchat legen deutlich zu

   Artikel anhören
Die Peloton-Kampagne erreicht die Zielgruppe: Der Quartalsumsatz stieg im Jahresvergleich um 466 Millionen Dollar.
© Peloton/Youtube
Die Peloton-Kampagne erreicht die Zielgruppe: Der Quartalsumsatz stieg im Jahresvergleich um 466 Millionen Dollar.
Der Fitnessgeräte-Anbieter Peloton tut sich schwer damit, das explosive Wachstum seines Geschäfts in der Corona-Krise zu bewältigen. Im vergangenen Quartal stieg der Umsatz erstmals über eine Milliarde Dollar. Bei Snapchat sorgten 16 Millionen neue tägliche Nutzer für einen Umsazsprung um 62 Prozent auf 911,3 Millionen Dollar.
Die Nachfrage ist groß, doch Peloton kommt mit den Lieferungen nicht hinterher. Jetzt nimmt Peloton 100 Millionen Dollar (83,3 Mio. Euro) in die Hand, um mit schnellerem Transport per Flugzeug und Schiff die "nicht akzeptablen" Wartezeiten zu verkürzen. Der Marktstart eines neuen Laufbands in den USA wird von März auf Mai verschoben. Im vergangenen Quartal sprang der Umsatz im Jahresvergleich von rund 466 Millionen auf gut 1,06 Milliarden Dollar hoch. Peloton schrieb schwarze Zahlen von 63,6 Millionen Dollar nach einem Verlust von 55,4 Millionen Dollar ein Jahr zuvor.

Den Großteil des Geschäfts machte Peloton mit dem Verkauf seiner Fitness-Bikes und Laufbänder - gut 870 Millionen Dollar. Knapp 195 Millionen Dollar kamen aus dem Abo-Geschäft. Peloton hat jetzt 4,4 Millionen Nutzer. Davon zahlen knapp 2,3 Millionen auch für Trainings-Abos.

In der Pandemie, in der viele zu Hause statt im Fitness-Studio trainieren, stieg die Nutzung der Peloton-Geräte deutlich. So kam ein Abo-Kunde im vergangenen Quartal im Schnitt auf gut 21 Trainings im Monat - ein Jahr zuvor waren es 12,6 gewesen.

Snapchat: 16 Millionen neue tägliche Nutzer

Die Foto-App Snapchat hat im vergangenen Quartal 16 Millionen tägliche Nutzer hinzugewonnen. Dabei sprang der Umsatz im Jahresvergleich um 62 Prozent auf 911,3 Millionen Dollar, während es unterm Strich rote Zahlen von gut 113 Millionen Dollar gab. Im Vorjahresquartal war der Verlust mit 240,7 Millionen Dollar noch mehr als doppelt so hoch.

Die Aktie verlor im nachbörslichen Handel am Donnerstag zeitweise mehr als acht Prozent, nachdem die Prognose für das laufende Quartal die Anleger enttäuschte.

Die Mutterfirma Snap hatte zu Beginn der Corona-Krise zunächst einen deutlichen Schub für sein Geschäft verzeichnet - verfehlte dann im zweiten Quartal aber die eigene Umsatzprognose. In der zweiten Jahreshälfte kam das Geschäft wieder in Gang.

Die zuletzt 265 Millionen Snapchat-Nutzer öffneten die App im Schnitt 30 Mal am Tag, wie Snap berichtete. Im Jahresvergleich stieg die Zahl täglicher Nutzer um 47 Millionen.

Snapchat wurde vor allem mit von allein verschwindenden Bildern bekannt, versucht inzwischen aber auch verstärkt, sich als Plattform für Medieninhalte zu etablieren. Außerdem setzt Snap auf die sogenannte erweiterte Realität, bei der virtuelle Objekte auf dem Bildschirm in die reale Umgebung integriert werden. Da können Spielereien wie Masken oder Katzenohren sein - aber auch die Möglichkeit, zum Beispiel Modeartikel virtuell anzuprobieren.

 

    stats