Die Zentrale von Pro Sieben Sat 1 in Unterföhring
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Die Zentrale von Pro Sieben Sat 1 in Unterföhring
Der Medienkonzern Pro Sieben Sat 1 ist dank Auftragsproduktionen und guter Geschäfte seiner Online-Sparte im ersten Quartal gewachsen. Von Januar bis März stiegen die Erlöse um vier Prozent auf 913 Millionen Euro, wie das MDax-Unternehmen am Donnerstag in Unterföhring bei München mitteilte. Der bereinigte Nettogewinn stieg leicht um 1 Prozent auf 94 Millionen Euro.

Dazu trug maßgeblich die eigene Produktionsfirma Red Arrow Studios mit einem Umsatzanstieg von 38 Prozent bei. Sie produzierte zum Beispiel die Drama-Serie "Vienna Blood" für die Fernsehsender ORF und ZDF sowie die Krimi-Serie "Bosch" für Amazon.



Außerdem steuerten die Onlineplattformen, darunter die Partnervermittlung Parship und das Vergleichsportal Verivox, unter dem Dach der NuCom Group ein Umsatzplus von 25 Prozent bei. Sehr schwankend entwickelte sich hingegen das Werbegeschäft. Laut Vorstandschef Max Conze legte der Umsatz beim digitalen und smarten Werbegeschäft um 14 Prozent zu. Die Werbeeinnahmen aus dem klassischen Fernsehgeschäft seien jedoch um vier Prozent gesunken.

Dennoch zeichnet sich eine Trendwende ab. "Der Monat April war jedoch bei den gesamten TV-Werbeerlösen und bei den gesamten Entertainment-Werbeerlösen positiv", berichtet Conze, der daher auch davon überzeugt ist, dass der Konzern bei der Umsetzung der unter seiner Führung eingeschlagenen Strategie Fortschritte macht. So habe die Gruppe dank des konsequenten Fokus auf lokale und digitale Inhalte beim Publikum zuletzt hinzugewonnen. "Unser Gruppen-Umsatz stieg im ersten Quartal um 4 Prozent trotz eines schwachen Werbemarkts", sagt Conze.


„Es gibt noch einiges zu tun, daher investieren wir in die Zukunft unseres Geschäfts und konzentrieren uns auf unsere Prioritäten: Unsere einzigartige Streaming-Plattform Joyn spielt hier eine entscheidende Rolle. “
Max Conze
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Max Conze
Dennoch räumt der Vorstandschef ein, dass es  "noch einiges zu tun" gebe. Daher investiere der Konzern in die Zukunft. Als Beispiel nennt er den gestern vorgestellten Streaming-Dienst Joyn. Zudem komme das Unternehmen bei Technologie-Initiativen voran, insbesondere beim Thema Smart Reach, und arbeite an einer einheitlichen Reichweitenwährung. "Bei all dem werden auch strategische Partnerschaften in Deutschland und Europa ein wichtiger Hebel sein", so Conze. mas/dpa

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