Publisher-Panel bei der Dmexco

Warum Content wieder King ist

Upday CEO Peter Würtenberger
© Jeannette Petri
Upday CEO Peter Würtenberger
Wie geht es den Publishern? Zumindest die großen, bekannten Marken scheinen den digitalen Wandel gut zu bewältigen. Das war zumindest der Tenor beim Publisher-Panel auf der Dmexco.

"Wir haben allen Grund, optimistisch zu sein", betonte Jim Egan, CEO von BBC Global News. "Die Nachfrage nach unseren Inhalten ist ungebrochen hoch." Die globale Reichweite und auch die Erlöse der kommerziellen Tochter der altehrwürdigen britischen Rundfunkanstalt wachsen.



Auch Josh Rucci von der WSJ Barron’s Group und Pippa Scaif, Commercial Director des US-Nachrichtensenders CNN konnten mit guten Zahlen und Nachrichten aufwarten. Die global tätigen Publisher profitieren in politisch unruhigen Zeiten und angesichts der jüngsten Datenskandale offensichtlich von ihrem guten Ruf und dem Vertrauen, dass die Nutzer ihren Marken entgegenbringen.

"In der frühen Phase des Internets lautete das Motto ‚Content is King‘", sagte Peter Würtenberger, CEO von Springers News-Aggregator Upday. "Danach folgte die zweite Phase, in der es hieß ‚Distribution is King‘." Zurzeit gebe es wieder eine gegenläufige Entwicklung. Die Rolle von News-Aggregatoren und Plattformen wie Facebook oder Google News, die in der zweiten Phase massiv  von ihren enormen Reichweiten profitierten, wurde dagegen kontrovers diskutiert: "Man muss aufpassen, dass 3rd Party Platforms nicht die eigene Marke und das Vertrauen untergraben", betonte BBC-Global-News-Chef Egan. WSJ-Manager Rucci betonte dagegen die Chancen: "Wenn man eine einzigartige Nutzererfahrung auf einer unabhängigen Plattform bieten kann, sollte man die Chance auch ergreifen."


Letztlich entscheide der Nutzer, welches Angebot er nutzen wolle, betonte Upday-Chef Würtenberger und bemühte eine andere alte Internetweisheit: Im Gegensatz zu früher, als viele Menschen täglich die Zeitung nach Hause geliefert bekamen, ist die Konkurrenz im Internet nur einen Klick entfernt. dh

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