Max Conze, Vorstandsvorsitzender von Pro Sieben Sat 1 Media
Pro Sieben Sat 1
Max Conze, Vorstandsvorsitzender von Pro Sieben Sat 1 Media
Pro Sieben Sat 1 erschließt weitere Umsatzquzellen abseits des Kerngeschäfts TV. Der Münchner Medienkonzern hat heute einen Deal mit General Atlantic verkündet. Die Vereinbarung sieht vor, dass der US-Finanzinvestor seine Anteile an der Pro-Sieben-Sat-1-Tochter NuCom von 25,1 auf 28,4 Prozent erhöht. Dafür bringt General Atlantic seine Anteile an dem Internet-Portal Aroundhome in NuCom ein.

Pro Sieben Sat 1 bündelt in der Tochter NuCom sein Geschäft mit Internet-Shops und Portalen wie Verivox, Parship oder Flaconi. "Wir sind überzeugt, dass wir den Umsatz auf Basis von organischem Wachstum und unserer erfolgreichen Akquisitionstätigkeit bereits in diesem Jahr auf rund 1 Milliarde Euro steigern werden. Bis 2023 streben wir mit der NuCom Group einen Umsatz von 2 Milliarden Euro an", sagt Vorstandschef Max Conze. 



Das Portal Aroundhome hieß bis vor kurzem noch Käuferportal und vermittelt Produkte wie Fenster und Heizungen sowie Dienstleistungen rund ums Haus. Der Marktplatz hat seinen Umsatz laut Unternehmensangaben seit 2014 im Schnitt jedes Jahr um 35 Prozent gesteigert. 2018 hat das Unternehmen nach eigenen Angaben Dienstleistungen im Wert von einer Milliarde Euro vermittelt und verfügt über ein Netzwerk von 12.000 regionalen Firmen. Das Marktpotenzial von Aroundhome bewertet Pro Sieben Sat 1 mit rund 65 Milliarden Euro. In den kommenden Jahren soll das Angebot über weitere Kategorien ausgebaut werden. 

Das Sagen hat dann Pro Sieben Sat 1. Die P7S1-Tochter 
NuCom hat ihre Anteile an Aroundhome jetzt von 42 auf 94 Prozent erhöht. "Mit der Aufstockung der Aroundhome-Anteile besitzen wir an allen unseren Commerce-Unternehmen die Mehrheit", sagte Conze. Auch das Aroundhome-Management verspricht sich von dem Deal viel. CEO Robin Behlau hofft, dass die Reichweite von Pro Sieben Sat 1 die Marke weiter beflügeln wird. "Wer in Zukunft an eine größere Entscheidung rund ums Haus denkt, wird an Aroundhome denken", so Behlau. Der Transaktion liegt ein Unternehmenswert in Höhe von 140 Millionen Euro zugrunde. mas/dpa


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