Portal für junge Zielgruppen

Ze.tt wird Teil von Zeit Online

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Zett schlüpft unter das Dach von Zeit Online
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Zett schlüpft unter das Dach von Zeit Online
Die Zeit integriert das junge Portal Ze.tt in das Angebot von Zeit Online. Ähnlich wie das junge Spiegel-Portal Bento ist auch Ze.tt durch die Coronakrise wirtschaftlich unter Druck geraten. Die Zeit geht allerdings einen anderen Weg als der Spiegel und gibt der Marke unter dem Dach von Zeit Online die Chance, sich weiterzuentwickeln. 
Ze.tt richtet sich an junge Leser und legt unter dem Motto "Du bist okay so, wie du bist" einen Schwerpunkt auf Themen wie Gleichberechtigung, Diversität und Feminismus. Da sich das Portal als eigenständiges Angebot wirtschaftlich nicht trägt, wird das Portal nun als Ressort in Zeit Online integriert und soll dort ein Aushängeschild der Zeit für diverse Berichterstattung werden und wirtschaftlich auf eine tragfähige Basis gestellt werden. Die Reichweiten von Zett wurden ohnehin schon bislang der Gesamtreichweite von Zeit Online zugerechnet. 


"Ze.tt hat sich in den vergangenen Jahren mit Kreativität, Leidenschaft und Experimentierfreude zu einem Portal mit ganz eigener Stimme weiterentwickelt", sagt Christian Röpke, Chief Digital Officer von Zeit Online. "Gemeinsam mit einem Team großartiger junger Redakteurinnen und Redakteure ist es Marieke gelungen, ein journalistisches Angebot zu schaffen für alle Themen aus der Lebensrealität der Millennials, und Ze.tt als Marke zu etablieren. Diese starke Marke werden wir als Ressort von Zeit Online weiter entwickeln." 

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Ze.tt-Chefredakteurin Marieke Riemann wird die Eingliederung von Ze.tt bei Zeit Online begleiten. In welcher Funktion sie anschließend für die Redaktion tätig sein wird, ist noch unklar. Man befinde sich über ihre weiteren Aufgaben im Gespräch, teilt der Verlag mit. 


"Mein Team hat in den letzten Jahren bewiesen, dass eine diversere Berichterstattung in Deutschland möglich ist und auf eine immer noch stark wachsende Community trifft", betont Reimann: "Uns ist es gelungen, all diejenigen abzuholen, die sonst maximal als 'Randgruppen' in den Medien erwähnt werden. Diesen Leuten bleiben wir erhalten."

Einen anderen Weg als die Zeit hat der Spiegel eingeschlagen. Erst vor einer Woche hatte das Hamburger Medienhaus angekündigt, seinen jungen Ableger Bento dicht zu machenVon der Auflösung von Bento sind 16 Redakteurinnen und Redakteure betroffen. Das neue Angebot Spiegel Start, bei dem zunächst fünf Mitarbeiter unterkommen werden, soll im Herbst starten, aber stärker an Spiegel+ angebunden werden. dh
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