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Condé Nast packt sämtliche US-Titel hinter eine Paywall

Wer im Netz Inhalte aus dem Hause Condé Nast lesen möchte, muss künftig blechen
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Wer im Netz Inhalte aus dem Hause Condé Nast lesen möchte, muss künftig blechen
Radikaler Schritt: Weil sich Condé Nast unabhängiger von digitalen Werbeerlösen machen will, werden Leser in den USA künftig bei allen Online-Angeboten zur Kasse gebeten. Die Bezahl-Offensive ist notwendig geworden, weil das Medienunternehmen in einem harten Wettbewerb mit Google und Facebook um die digitalen Werbe-Dollar steckt.
Die Inhalte von The New Yorker, Vanity Fair und Wired  sind bereits hinter einer sogenannten Metered Paywall verschwunden - Nutzer dürfen nach einer Registrierung jeden Monat vier Artikel kostenlos lesen und müssen danach blechen. Nun sollen Bon Appétit, Glamour, GQ  und Vogue  folgen. Jeder Titel soll im Laufe der nächsten Monate ein eigenes Bezahlmodell entwickeln. Noch in diesem Jahr will das Medienunternehmen den Schritt vollzogen haben.


Der Grund für diese Strategie ist denkbar einfach: Condé Nast will unabhängiger von Werbung werden. Konkret: Der Anteil von Digitalwerbung am Gesamtumsatz soll bis 2022 von 70 auf 50 Prozent sinken. Das Geschäftsjahr 2017 hatte das Medienunternehmen mit einem Minus von 120 Millionen US-Dollar abgeschlossen. "Wenn man ein Preisschild an etwas hängt, bedeuted das, dass man Vertrauen in das Produkt hat", sagt Pamela Drucker Mann, Condé Nasts Chief Revenue und Marketing Officer. ron
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