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Ströers Außenwerbemotor läuft wieder rund

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Ströers Werbeflächen werden wieder gut gebucht
© Ströer
Ströers Werbeflächen werden wieder gut gebucht
Da in Folge des Lockdowns im vergangenen Jahr viele Werbungtreibende von Außenwerbung Abstand genommen hatten, lief das Jahr 2020 auch für den OOH-Spezialisten Ströer eher suboptimal. Doch diese Zeiten sind offenbar vorbei. Nachdem der Außenwerbekonzern bereits für das 2. Quartal vielversprechende Zahlen vorgelegt hat, hat das Geschäft nun auch im 3. Quartal spürbar angezogen.
Diese Zahlen können sich sehen lassen: So hat Ströer sowohl Umsatz als auch operatives Ergebnis im 3. Quartal kräftig gesteigert. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 17 Prozent auf 414 Millionen Euro zu.

Die meisten Umsätze erzielte Ströer mit 194 Millionen Euro im Bereich OOH Media, das um 25 Prozent zulegte. In den Segmenten Digital & Dialog Media (170 Millionen Euro) und DaaS & E-Commerce (63 Millionen Euro) sind die Umsätze gegenüber Vorjahr ebenfalls gestiegen. Dass die Summe der Segmentumsätze um 13 Millionen Euro über dem Gesamtumsatz in Höhe von 414 Millionen Euro liegt, hat damit zu tun, dass Intra-Konzernumsätze noch verrechnet beziehungsweise abgezogen werden müssen. 

Auch beim um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen konnte sich Ströer verbessern. So klettert das Ebitda um fast ein Fünftel auf knapp 139 Millionen Euro. Das Konzernergebnis konnte unter dem Strich auf 40,4 Millionen Euro mehr als verdoppelt werden.  Trotz des eher mauen ersten Quartals sieht auch die Jahresbilanz inzwischen ganz ordentlich aus. So kletterte der Umsatz in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres von 987 Millionen Euro im Vorjahr auf 1,1 Milliarden Euro. Auch das Ebitda liegt mit 319 Millionen Euro über dem des Vorjahres, als der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen bei 291 Millionen Euro gelegen hatte. 

Begründet wird der Aufschwung unter anderem mit der "OOH plus"-Strategie – der Kombination des OOH-Kerngeschäfts mit den flankierenden Geschäftsfeldern Digital & Dialog Media und DaaS & E-Commerce. So habe Ströer die wachsende Dynamik des Werbemarkts nutzen und in den Hauptkennzahlen deutlich zulegen können, heißt es. 

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"Unsere 'OOH plus'-Strategie zahlt sich aus, weil wir auf der einen Seite von der Pandemie unbeeindruckte Geschäftsmodelle besitzen und auf der anderen Seite in unserem OOH-Kerngeschäft aufgrund flexibler Vertriebsorganisation kurzfristig nach dem Lockdown in der ersten Jahreshälfte wieder auf Wachstum umschalten konnten", sagt Udo Müller, Gründer und Co-CEO von Ströer. Dies zeige deutlich, wie robust das Unternehmen in einer Krisensituation aufgestellt sei. An seiner Jahresprognose hält der Konzern fest. "Wir rechnen mit einem Jahresumsatz 2021 von rund 1,6 Milliarden Euro bei einem EBITDA (adjusted) von 490 bis 510 Millionen Euro", sagt Co-CEO Christian Schmalzl. Auch der beschleunigte Ausbau der digitalen Infrastruktur lasse den Vorstand zuversichtlich in die Zukunft blicken. mas
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