OMR im Hamburger Fernsehturm

So will Philipp Westermeyer mit seinen Online Marketing Rockstars in den Himmel wachsen

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Tomislav Karajica (Home United), Bernd Aufderheide (Hamburg Messe) und Philipp Westermeyer (OMR) unter dem Hamburger Fernsehturm (v.l.)
© More than Sports / Gertje König
Tomislav Karajica (Home United), Bernd Aufderheide (Hamburg Messe) und Philipp Westermeyer (OMR) unter dem Hamburger Fernsehturm (v.l.)
The Sky is the Limit: Corona hat ihrem Digitalmarketing-Festival in diesem Jahr den Garaus gemacht, die Aussichten von Veranstaltungen generell scheinen derzeit ungewiss – doch nun treten die Online Marketing Rockstars (OMR) mit Blick in eine bessere Event-Zukunft die unternehmerische Flucht nach vorne an. Oder besser: nach oben. Ab 2023 wird die Truppe um Philipp Westermeyer zum Co-Betreiber einer spektakulären Location in Hamburg – für mindestens 20 Jahre.
„Telemichel“, so nennen viele Hamburger ihren Fernsehturm am Messegelände, zwischen Schanzenviertel und dem Park „Planten un Blomen“. Fast 280 Meter hoch, Ende der 60er-Jahre erbaut – und seit 2001 für Besucher gesperrt. Erst einmal saniert der Eigentümer, die Deutsche Funkturm GmbH, die dann wieder öffentlich zugänglichen Bereiche, die früher Millionen von Besuchern angezogen hatten. Und dann betreten die „Rockstars“ die Bühne.


Gemeinsam mit der Hamburger Messe und dem Immobilienentwickler Home United (zugleich Eigentümer des Basketball-Erstligisten Hamburg Towers) wollen die OMR das höchste Wahrzeichen der Stadt im 13. und 14. Stock (auf 130 Metern Höhe) wieder mit Leben füllen. Und dann soll es um mehr gehen als nur um eine tolle Aussicht von der diesmal ganz analogen Plattform, die jedermann besuchen können soll. 200 Personen sollen sich dort gleichzeitig aufhalten können. Um Warteschlangen zu vermeiden, die auch in der Zeit nach Corona unschön sind, plant man Onlinetickets mit festen Zugangszeiten. Das Eintrittsgeld steht noch nicht fest – es sollen aber weniger als die 17,50 Euro des Berliner Fernsehturms sein.

Geplant sind außerdem Gastronomie (das Catering übernimmt Feinkost Käfer) und Event-Flächen im „OMR-Style“, heißt es: „Klar wollen wir während des OMR-Festivals und auch sonst OMR-typische Events im Fernsehturm veranstalten“ – aber auch andere Unternehmen oder Personen(gruppen) sollen die Location nutzen: für Privatpartys, Musikalbum- und Produktpräsentationen, Senioren- oder Kindernachmittage. Innovative und auch digitale Konzepte möchte man mit Home United entwickeln. Hier soll Platz sein für weitere 200 Personen. Westermeyer rechnet pro Jahr mit „sechsstelligen Besucherzahlen“ im Turm. "Bestimmt wird es uns helfen, dass wir mit dem OMR-Festival in den letzten Jahren eine stark wahrgenommene und gut besuchte Großveranstaltung mit Anknüpfungspunkten von Wirtschaftswelt über Mittelstand bis zu Kultur und Kunst aufgebaut haben", sagt er.


Eigentlich sollte der neue Betreiber bereits Anfang 2019 vorgestellt werden. Lange galt die Supermarktkette Edeka, die sich unter anderem mit dem Fernsehkoch Tim Mälzer an der Ausschreibung beteiligt hatte, als Favorit. rp
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