Neuer Private Marketplace

So will Snapchat für Publisher attraktiver werden

In Deutschland sind Spiegel Online, Vice, Bild und Sky Sport auf Snapchat Discover unterwegs
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In Deutschland sind Spiegel Online, Vice, Bild und Sky Sport auf Snapchat Discover unterwegs
Die schwächelnde Foto-App Snapchat kämpft weiter um die Gunst von Publishern und Werbungtreibenden. Nachdem der Mutterkonzern Snap zuletzt mit schwachem Nutzer- und Umsatzwachstum sowie einem nach wie vor hohen Verlust Schlagzeilen machte, will das Unternehmen jetzt mit neuen Services sowohl bei Medien als auch bei Werbekunden punkten. Dazu startet Snap nun einen Private Marketplace, der Medien helfen soll, Werbeplätze direkt an Kunden zu verkaufen.

Im Mittelpunkt steht dabei die deutsche Discover-Rubrik - also jener im April 2017 gestartete Bereich bei Snapchat, in dem Medien ihre für die Plattform optimierten Inhalte für 24 Stunden bereitstellen und vermarkten können. Für ausgewählte Discover-Partner launcht Snapchat Anfang August auf seinem programmatischen Marktplatz in Deutschland nun eine Art Verkaufsförderungsinitiative. Bei dem sogenannten Partner Private Marketplace (PMP) handelt es sich um ein Betaprogramm, das Medien dabei helfen soll, ihre Premium-Inhalte auf Snapchat deutlich besser zu monetarisieren.

Neu ist: Snapchat will Medienpartnern ermöglichen, ihren Werbekunden einen direkten Zugang zu ihren Inhalten zu geben. Heißt: Kunden sollen über ihren eigenen Ads-Manager-Account auf Werbeplätze eines speziellen Mediums bieten können. Bislang konnten einzelne Medien nicht ausgewählt werden, außerdem waren hier in der Regel Agenturen oder Sales-Manager von Snapchat dazwischengeschaltet. Zudem sollen Medien sogenannte Content-Bündel erstellen können, auf die Inserenten dann ebenfalls bieten können.

Der neue Marktplatz bietet Publishern auch jede Menge neue Tools, die sie zur Vermarktung nutzen können. So bietet der Snap PMP Partnern erstmals die Möglichkeit, den Snap Ads Manager vollumfänglich zu nutzen. Während die von Medien verkauften Kampagnen bislang auf ein Basis-Targeting-Set, etwa Nutzer ab 18 oder 21 Jahren und das Geschlecht, limitiert waren, sollen die Partner künftig sämtliche Funktionen der Targeting-Suite nutzen können. Die Ansprache von Zielgruppen soll für Werbungtreibende damit deutlich vereinfacht werden. Zudem verspricht Snapchat Medien neue Messmöglichkeiten und eine dynamische Preisgestaltung.



In Deutschland gehören Bild und Vice zu den ersten Partnern des Betaprogramms. Mit Buzzfeed, Conde Nast, ESPN und Hearst (USA) sowie Vogue UK, Cosmo, Telegraph (Großbritannien) sowie Cosmo und Vogue Paris (Frankreich) sind weitere namhafte Medienmarken an Bord. mas




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