Neue Führungsspitze

Wie die taz ein Machtvakuum verhindern will

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Die Drei von der taz-Geschäftsführung: Aline Lüllmann, Andreas Bull und Andreas Marggraf (im Uhrzeigersinn)
© Me Chuthai, Christian Mang, taz; Montage: Horizont
Die Drei von der taz-Geschäftsführung: Aline Lüllmann, Andreas Bull und Andreas Marggraf (im Uhrzeigersinn)
Krise? Welche Krise? Die taz geht davon aus, auch diesmal ungeschoren davonzukommen. Doch die Lage ist fragil: Sowohl die Geschäftsführung als auch die Chefredaktion ordnen sich derzeit neu. Über die Auswirkungen auf den nahenden Tag X, an dem die Zeitung nur noch am Wochenende auf Papier erscheinen wird, sprach HORIZONT mit Aline Lüllmann, Andreas Marggraf und Andreas Bull.
Der Satz ist weniger vermessen, als er klingt. „Unser Kerngeschäft ist von der Corona-Krise nicht berührt“, sagt Andreas Bull, einer der bald drei Geschäftsführer der taz. Klar, auch er traut sich im Detail keine Prognose zu, und, ja, auch die taz musste Mitarbeiter (der Kantine) in Kurzzeit schicken. Das Veranstaltungsgeschäft ist mit Ausnahme erster Digital-Events tot. Trotzdem, sagt Bull: „Es sieht so aus, als würden wir auch diese Krise sehr gut überstehen.“

Es ist eines dieser Phänomene in der deutschen Medienlandschaft: Wirtschaftliche Krisen scheinen die links-alternative Tageszeitung zu verschonen. Das mag auch daran liegen, dass in der taz kaum Markenartikler werben, die nun stornieren könnten. Erstaunlich ist aber schon, dass Andreas Marggraf, Bulls Geschäftsführer-Kollege, in dieser unsicheren Zeit nicht einmal bereut, nach dem erfolgreichen Geschäftsjahr 2019 noch im März allen Mitarbeitern einen Pro-Kopf-Bonus von 1000 Euro gezahlt zu haben.

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