Netflix, Amazon Prime und Co

Deutsche Streamer werden offener für Werbung

Video-on-Demand-Dienste nehmen im Alltag der Menschen eine immer größere Rolle ein
© Netflix
Video-on-Demand-Dienste nehmen im Alltag der Menschen eine immer größere Rolle ein
Video-on-Demand-Dienste spielen im Mediennutzungsalltag der Menschen eine immer größere Rolle. Da die meisten Dienste noch werbefrei sind, können Werbungtreibende aus dem hochemotionalen Umfeld allerdings noch wenig Kapital schlagen. Doch das könnte sich bald ändern. Einer Umfrage des Technologie-Unternehmens The Trade Desk zufolge können sich immer mehr Deutsche Werbung bei Netflix, Amazon Prime Video und Co vorstellen - unter gewissen Voraussetzungen.
Laut der Umfrage, für die The Trade Desk knapp 1000 deutsche Verbraucher befragt hat, zeigen Abonnenten von Streamingdiensten eine höhere Werbeakzeptanz, wenn sie dafür im Gegenzug in den Genuss günstigerer oder gar kostenfreier Inhalte kommen. Zudem geben 70 Prozent der Teilnehmer an, dass sie Werbeanzeigen und -spots im Umfeld von Streamingdiensten akzeptieren, wenn sie danach eine gesamte Episode ohne weitere Unterbrechung schauen können.


Laut der Umfrage haben die allermeisten Nutzer nur ein einziges Abonnement eines Streaminganbieters abgeschlossen. Von denjenigen, die mindestens ein Abo abgeschlossen haben, gaben 35 Prozent der Befragten an, ihren Streaming-Konsum in Zukunft erhöhen zu wollen. Knapp ein Viertel der Befragten besitzt dagegen gar kein Streaming-Abo.
Methodik
Um die Akzeptanz von Werbung und die Fernsehgewohnheiten der Nutzer zu untersuchen, führte The Trade Desk im Juni 2019 mit dem Marktforschungsunternehmen Appinio eine repräsentative Umfrage unter 964 Verbrauchern, 18 Jahre oder älter, in Deutschland durch.
Schließlich zeigt die Umfrage auch, dass TV-Geräte in deutschen Haushalten bereits größtenteils mit dem Internet verbunden sind. Nur 15 Prozent der Befragten geben an, dass sie ihr Fernsehprogramm ausschließlich über Antenne beziehen. Zudem konsumierten 70 Prozent der Teilnehmer Inhalte aus Mediatheken und von VoD-Diensten lieber über einen großen Screen als über ihr Smartphone oder Tablet - eine durchaus überraschende Erkenntnis im "Mobile-First"-Zeitalter.

"Werbungtreibende schöpfen das Potenzial von Connected TV zunehmend aus und profitieren von seinen Vorteilen", sagt Sven Hagemeier, Director of Inventory Partnerships EMEA bei The Trade Desk. "Beispielsweise lassen sich über CTV Zielgruppen ansprechen, die mit linearem TV nur noch schwer zu erreichen sind. Die Werbespots können außerdem passgenauer ausgespielt, die Kontakt-Frequenz reguliert und die Leistung der Kampagnen genau gemessen werden. Werbekunden sollten Programmatic CTV bei der Planung ihrer Kampagnen berücksichtigen, denn es zeichnet sich als ideale Ergänzung zur Reichweite von linearem Fernsehen ab." tt
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