Native Advertising

Taboola und Outbrain fusionieren in 250-Millionen-Dollar-Deal

Taboola und Outbrain wollen einen Werbekonkurrenten für Facebook und Google erschaffen
© Taboola/Outbrain
Taboola und Outbrain wollen einen Werbekonkurrenten für Facebook und Google erschaffen
Gerüchte über eine Fusion gab es schon länger, jetzt machen die zwei Native-Advertising-Riesen Taboola und Outbrain tatsächlich gemeinsame Sache. Wie die beiden in Israel gegründeten Unternehmen mitteilen, wollen sie durch den Zusammenschluss etwa zwei Milliarden Menschen pro Monat erreichen und so ein ernsthafter Werbekonkurrent für Facebook und Google werden.
Wie die beiden Unternehmen mitteilen, zahlt Taboola dabei 250 Millionen US-Dollar an die Outbrain-Anteilseigner und hält insgesamt 70 Prozent am entstehenden Unternehmen. Die Vorstände beider Unternehmen haben der Transaktion bereits zugestimmt. Zusammen wollen die beiden Native-Advertising-Spezialisten Werbungtreibenden auf der ganzen Welt eine verbesserte Werbewirkung und -reichweite bieten und Publishern sowie Digitalunternehmen künftig dabei helfen, effektiveres Wachstum zu generieren.


"In den letzten zehn Jahren habe ich Outbrain und die Innovation bewundert, die Yaron Galai, Ori Lahav und der Rest des Outbrain-Teams auf den Markt gebracht haben. Indem wir uns zusammenschließen, können wir einen stärkeren Konkurrenten zu Facebook und Google schaffen und den Werbetreibenden eine sinnvollere Auswahl bieten", sagt Adam Singolda, Gründer und CEO von Taboola.
„Wir werden gemeinsam weiter investieren, um die Werbegelder besser mit lokalen und nationalen Nachrichtenorganisationen zu verbinden und den Journalismus in den nächsten zehn Jahren zu stärken. Aus diesem Grund fusionieren wir. Das ist unsere Mission.“
Adam Singolda
Mit dem Merger wollen Taboola und Outbrain einen echten Werbekonkurrenten zu den US-Giganten Google, Facebook und Amazon schaffen, die laut eMarketer in diesem Jahr knapp 70 Prozent der digitalen Werbeeinnahmen in den USA auf sich vereinen. "Wir treiben mit Leidenschaft das Wachstum unserer Kunden voran und unterstützen das Open Web, was wir in einer Welt mit starken und möglicherweise zu starken Walled Gardens als kritisch erachten", so Singolda weiter. "Wir werden gemeinsam  weiter investieren, um die Werbegelder  besser mit lokalen und nationalen Nachrichtenorganisationen zu verbinden  und den Journalismus in den nächsten zehn Jahren zu stärken. Aus diesem Grund fusionieren wir. Das ist unsere Mission."

Singolda, der sein Unternehmen einst in Israel gründete, wird auch CEO des fusionierten Unternehmens, das unter dem Markennamen Taboola firmiert. Das gemeinsame Branding soll in den nächsten Monaten entwickelt werden und den Zusammenschluss der beiden Unternehmen widerspiegeln.
Outbrain-Co-CEO Yaron Galai und Adam Singolda, Chef von Taboola
© Taboola/Outbrain
Outbrain-Co-CEO Yaron Galai und Adam Singolda, Chef von Taboola
Der Vorstand des zusammengeschlossenen Unternehmens setzt sich aus aktuellen Mitgliedern des Taboola- und Outbrain-Management-Teams und des Aufsichtsrats zusammen. Eldad Maniv, President & COO von Taboola, und David Kostman, Co-CEO von Outbrain, werden bei der Verwaltung aller Aspekte der Post-Merger-Integration eng zusammenarbeiten. Yaron Galai wird sich weiterhin für den Erfolg des zusammengeführten Unternehmens engagieren und den Wechsel in den zwölf Monaten nach dem Abschluss aktiv unterstützen.


Das neue Unternehmen soll laut Angaben der Partner über 2000 Mitarbeiter in 23 Niederlassungen beschäftigen und über 20.000 Kunden in mehr als 50 Ländern in Nordamerika, Lateinamerika, Europa, dem Nahen Osten und im asiatisch-pazifischen Raum bedienen. tt
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