Nach Übernahme

Axel Springer beruft neue Politico-Chefin

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Goli Sheikholeslami wird ab Februar CEO der Politico Group
© Matthew Septimus
Goli Sheikholeslami wird ab Februar CEO der Politico Group
Nach dem Kauf der US-Mediengruppe Politico beruft Axel Springer dort eine neue Chefin. Goli Sheikholeslami wird ab Februar CEO der Politico Media Group, wie das Berliner Medienhaus am Montag mitteilte. Die 53-Jährige ist derzeit Chefin von New York Public Radio, einem Verbund mit mehreren Marken, der sich unter anderem durch Mitgliedschaften und Spenden finanziert.
Axel Springer will auf dem US-Markt wachsen und hat dafür im Herbst die größte Unternehmensübernahme der Firmengeschichte unter Dach und Fach gebracht. Das Flaggschiff der US-Mediengruppe Politico ist die gleichnamige digitale journalistische Marke, die vor allem über Politikthemen in Newsletter-Form berichtet.

Das Unternehmen Politico mit rund 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Nordamerika gibt es seit 2007. Springer hatte die Mediengruppe von Gründer Robert Allbritton gekauft. Sheikholeslami soll in der neu zugeschnittenen Rolle das Profil weiter schärfen und die Reichweite durch stetige Investitionen und Innovationen in Qualitätsjournalismus ausbauen, wie es weiter hieß. Sheikholeslami wurde so zitiert: "An Politico beeindruckt mich vor allem die Beharrlichkeit und Konsequenz, die das erfolgreiche Geschäftsmodell und den mutigen, faktenbasierten Journalismus auszeichnen." Kein anderes Medienunternehmen verfüge über ein derart starkes Fundament für weiteres Wachstum. Zu ihren beruflichen Stationen zählten den Angaben zufolge unter anderem Positionen bei der "Washington Post", bei Time Warner und Condé Nast.

Der Vorstand News Media der Axel Springer SE, Jan Bayer, sagte über Sheikholeslami: "Sie wird unsere Vision weiter vorantreiben, Politico zum globalen Marktführer zu machen, wenn es um Nachrichten und Informationen zu Politik und Regulierung in den wichtigsten Machtzentren der Welt geht."

Sheikholeslami wird auch Vorsitzende des Gesellschafterbeirats von Politico Europe in Brüssel. Das Unternehmen bleibt eigenständig. Springer und Politico hielten seit 2014 je 50 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen. Springer gehören mit der Übernahme alle Anteile an Politico Europe. dpa

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