Nach Kritik

Vogue-Chefin Wintour: Wollten Harris-Wahlsieg nicht mindern

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Das umstrittene Vogue-Cover mit Kamala Harris
© Tyler Mitchell/Vogue/AP/dpa
Das umstrittene Vogue-Cover mit Kamala Harris
Die Chefin der US-Ausgabe der Vogue hat zur Kritik an einem Titelbild der Modezeitschrift von der künftigen US-Vize-Präsidentin Kamala Harris Stellung genommen. "Offensichtlich haben wir die Reaktion auf das Print-Cover gehört und verstanden, und ich möchte nur bekräftigen, dass es absolut nicht unsere Absicht war, die Bedeutung des unglaublichen Sieges der gewählten Vize-Präsidentin in irgendeiner Weise zu mindern", teilte Anna Wintour der New York Times mit. Es gehe um nichts anderes, als diesen Sieg zu feiern.
Zuvor hatte sich um das Titelbild, das Harris mit Blazer und Turnschuhen vor rosa-grünem Hintergrund zeigt, eine Kontroverse entsponnen. Zahlreiche Kommentatoren und Nutzer in den Sozialen Netzwerken empfanden die Aufnahme der 56-Jährigen als zu leger, respektlos oder technisch minderwertig und damit unpassend für das Titelporträt der bald mächtigsten Frau im Land.

Die Vogue hatte erklärt, die Redaktion habe sich für das "informellere" Foto entschieden, weil es Harris' authentischen und zugänglichen Charakter betone. Wintour sagte gegenüber der New York Times, es "reflektiere wirklich den Moment, in dem wir leben".
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