Nach geplatztem Deal mit Burda

Funkes eigener Vermarkter soll im Juni starten

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Funke-CEO Andreas Schoo
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Funke-CEO Andreas Schoo
Aufgrund von Bedenken des Bundeskartellamts gegen die lange geplante Allianz mit Burdas Vermarkter BCN hatte die Funke Mediengruppe im März angekündigt, einen eigenen Vermarkter für ihre Zeitschriftensparte aufbauen zu wollen. Bei dem Vorhaben hat sich das Medienhaus von der Coronakrise offenbar nicht aus dem Tritt bringen lassen. Bereits zum 1. Juni soll Funke Media Sales National, so der Name des neuen Vermarkters von Titeln wie "Hörzu", "TVdirekt" oder "Bild der Frau", an den Start gehen.
Wie das in Hamburg und Essen ansässige Verlagshaus mitteilt, soll Funke Media Sales National die Vermarktung der Printausgaben der hauseigenen Zeitschriftentitel schrittweise übernehmen. Bis Ende Dezember soll die Übernahme des Printgeschäfts abgeschlossen sein.


Kompliziert wird das ganze, weil Funke wie berichtet bereits Ende August nach fünf Jahren bei Media Impact aussteigt. Das einst mit Axel Springer gegründete Joint Venture, das sich bislang um die Vermarktung der Funke-Zeitschriften kümmert und auch in Zukunft Ansprechpartner für das digitale Portfolio von Funke bleiben soll, wird daher nach Informationen von HORIZONT Online auch nach dem Ausstieg Funkes einzelne Zeitschriftentitel des Medienhauses für einen befristeten Zeitraum vermarkten. Funke Media Sales National, das zunächst Kunden aus den Branchen Automotive & Mobility, Consumer Goods, Telecommunications & Electronics sowie Finance & Tourism betreuen wird, werde auch weiterhin eng mit Media Impact zusammenarbeiten, heißt es.

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Eine entscheidende Rolle wird dabei Daniela Sakowski zukommen. Die Sales-Expertin, die sich bisher als Geschäftsführerin von Media Impact um die Vermarktung der Funke-Titel gekümmert hat, wird Funkes neue Vermarktungs-Unit leiten. 


Dass Funke-Vermarktungschef Dirk Wiedenmann Axel Springer für die "gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit" dankt, ist vor diesem Hintergrund kein Wunder. "
Auch für die Möglichkeit, einen weichen Übergang zu schaffen, danken wir den Kolleginnen und Kollegen von Media Impact, mit denen wir weiterhin erfolgreich zusammenarbeiten werden", sagt Wiedenmann. Funke-Chef Andreas Schoo stößt in dasselbe Horn, betont aber, dass die eigene Vermarktungseinheit für Funke der "richtige Weg" sei, um Funke "auf dem Weg zum besten nationalen Medienhaus" nach vorne zu bringen. mas
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