Mehr als 20 Millionen Fans

ARD erzielt mit zweitem deutschen EM-Spiel Top-Marktanteil

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Robin Gosens (l.) - hier bei seinem Kopfballtreffer - war der Mann des Spiels
© IMAGO / ActionPictures
Robin Gosens (l.) - hier bei seinem Kopfballtreffer - war der Mann des Spiels
Das zweite Spiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft hat erneut mehr als 20 Millionen Menschen vor die Fernseher gelockt. Nach ARD-Angaben saßen am Samstag beim 4:2-Sieg des DFB-Teams gegen Europameister Portugal in München von 18.00 Uhr an 20,11 Millionen Fans vor den Bildschirmen und bescherten damit dem Ersten einen Top-Marktanteil von 75,7 Prozent. Das bedeutet, das drei von vier Zuschauern zu dem Zeitpunkt Fußball im TV sahen.

"Das ist enorm für ein 18-Uhr-Spiel", sagte EM-Programmchef Christian Wagner von der ARD. Dazu kommen noch die Zuschauer der Mediathek und bei Sportschau.de. "Das waren bis zu 2,13 Millionen. So viele Menschen haben nie zuvor einen ARD-Live-Stream gleichzeitig genutzt", sagte Wagner. 


Die Zahl der TV-Zuschauer lag um etwas mehr als zwei Millionen unter der des ZDF bei der Auftaktpartie gegen Weltmeister Frankreich. Am Dienstag hatten 22,55 Millionen Interessierte die 0:1-Niederlage im TV erlebt. Das Spiel war allerdings zu der attraktiveren Zeit um 21.00 Uhr angepfiffen worden. Der Marktanteil war mit 67,4 Prozent niedriger als am Samstag in der ARD. 

Bei der EM vor fünf Jahren erreichten ARD und ZDF mit ihren Übertragungen von den drei deutschen Vorrundenspielen Quoten von jeweils über 25 Millionen Zuschauer. Die Zahlen sind aber nur eingeschränkt vergleichbar, denn in diesem Jahr übertragt parallel auch der Anbieter Magenta TV die EM-Spiele. 

Neben dem deutschen Spiel konnte die ARD am Samstag auch mit den anderen beiden EM-Spielen des Tages Millionen vor den Fernseher locken. Am Nachmittag waren 5,64 Millionen Zuschauer beim 1:1 der deutschen Gruppengegner Ungarn und Frankreich dabei (Marktanteil: 43,5 Prozent). Von 21.00 Uhr an verfolgten 8,79 Millionen Interessierte die Begegnung der Spanier gegen die Polen (1:1), was einen Marktanteil von 37,4 Prozent bedeutete. 

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