Mega-Fusion

Verlagshaus von USA Today fusioniert mit New Media Investment Group

Die New Media Investment Group, bislang eher regional verbreitet, wir ducrh die Fusion mit Gannett zu einem nationalen Player in den USA
© New Media Investment Group
Die New Media Investment Group, bislang eher regional verbreitet, wir ducrh die Fusion mit Gannett zu einem nationalen Player in den USA
Mega-Deal in der US-Medienbranche: Die New Media Investment Group soll die Mehrheit am Verlagshaus Gannett ("USA Today") übernehmen. Die Unternehmen gaben am Montag bekannt, sich auf einen Kaufpreis von 12,06 Dollar pro Aktie geeinigt zu haben.
Damit wird Gannett bei der Transaktion mit rund 1,4 Milliarden Dollar (1,3 Mrd Euro) bewertet. New Media will in bar und mit eigenen Aktien zahlen. Mit der Fusion bündeln die beiden an den Auflagen gemessen größten Herausgeber von US-Tageszeitungen ihre Kräfte.


New Media ist mit 154 Tagespublikationen einer der größten Verleger von regionalen Print und Online-Medien in den USA. Zu Gannett gehören neben USA Today mehr als 100 lokale Medienmarken, die Digital-Marketing-Dienstleister ReachLocal, WordStream und SweetIQ sowie das im Vereinigten Königreich beheimatete Medienhaus Newsquest. Durch die Fusion entsteht ein Medienunternehmen mit 263 Medien, die in 47 US-Staaten und Guam täglich publizieren und gemeinsam mit USA Today jeden Monat laut Comscore 145 Millionen Unique Visitor erreichen.

Durch den Zusammenschluss sollen die jährlichen Kosten um bis zu 300 Millionen Dollar reduziert werden, zugleich soll der digitale Wandel bei den Titeln der Medienunternehmen beschleunigt werden.


Nach der Fusion sollen die Aktionäre von New Media mit 50,5 Prozent die Mehrheit am Konzern halten. Die Unternehmen gehen nach eigenen Angaben davon aus, den Zusammenschluss bis zum Jahresende abschließen zu können. Aktionäre und Aufsichtsbehörden müssen aber noch zustimmen. Geführt werden soll das gemeinsame Unternehmen von New-Media-Chef Michael Reed. dpa
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