Meetrics Viewability Benchmarks

Sichtbarkeit von Display-Werbung geht wieder deutlich zurück

Philipp von Hilgers, Co-Founder von Meetrics
© Meetrics
Philipp von Hilgers, Co-Founder von Meetrics
Nachdem die Sichtbarkeitsrate von Display-Werbung in Deutschland im Herbst 2018 noch stagnierte, ist sie zum Jahresende wieder signifikant gesunken. Das geht aus den jüngsten Viewability Benchmarks von Meetrics hervor. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland damit knapp unter dem Durchschnitt.
Wie aus der Meetrics-Auswertung hervorgeht, kamen nur 55 Prozent der ausgespielten Ad Impressions  in Deutschland tatsächlich bei den Nutzern an. Im dritten Quartal 2018 waren es noch 62 Prozent. Der Wert stagnierte zuletzt. Im Vergleich mit anderen europäischen Märkten liegt der deutsche Onlinewerbemarkt damit 3 Prozentpunkte unter dem Durchschnitt (58 Prozent). Bis auf Frankreich (+5 Prozentpunkte auf 63 Prozent) verzeichneten alle erfassten Märkte Einbußen in der Sichtbarkeit.


Der Rückgang ist laut Meetrics-Manager Philipp von Hilgers saisonbedingt. "Im Weihnachtsgeschäft wollen viele Unternehmen ihre Ads platzieren, allerdings sind die Premium-Slots natürlich begrenzt. Wird dann nicht mit Ad Verification Maßnahmen gegengesteuert, landet Branding-Werbung häufiger auf Werbeplätzen, wo sie keine Sichtbarkeit und Wirkung erzielt und die Viewability-Rate sinkt", so der Experte.

Ein Lichtblick sind dagegen die Sichtbarkeitsraten bei Video Ads. In diesem Bereich stieg die Viewability um 7 Prozentpunkte auf 81 Prozent. Zu keinem Zeitpunkt in 2018 waren die Werte bei Video Ads besser. In diesem Bereich liegt der deutsche Onlinewerbemarkt deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 56 Prozent.


Die Meetrics Viewability Benchmarks werden vierteljährlich erhoben. Darin gibt der Ad Verification-Anbieter einen internationalen Überblick zu Sichtbarkeitsraten und durchschnittlichen Sichtbarkeitsdauern. Grundlage für die Meetrics Viewability Benchmarks ist die Richtlinie "50/1" des IAB und des Media Rating Council (MRC). Demnach müssen mindestens 50 Prozent der Werbemittelfläche für mindestens eine durchgehende Sekunde im sichtbaren Bereich des Browsers gewesen sein. Bei Video Ads lautet die Empfehlung "50/2", das heißt das Werbemittel muss mindestens mit 50 Prozent seiner Fläche für wenigstens 2 Sekunden sichtbar geworden sein. ron
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