Meetrics Viewability Benchmarks

Sichtbarkeit von Display- und Videowerbung steigt weiter

Max von Hilgers, Managing Director und Co-Founder von Meetrics
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Max von Hilgers, Managing Director und Co-Founder von Meetrics
Die Sichtbarkeit von Display- und Videowerbung ist im zweiten Quartal in Deutschland weiter gestiegen. Das geht aus den Viewability Benchmarks von Meetrics hervor. Die Sichtbarkeitsdauer ist dagegen gesunken.
So lag die Sichtbarkeitsrate von Displaywerbung im deutschen Markt im zweiten Quartal bei 58 Prozent (Q1: 57 Prozent). Damit ist der von Meetrics ermittelte Wert zum zweiten Mal in Folge gestiegen. Die Sichtbarkeit von Videowerbung verbesserte sich sogar um zwei Prozentpunkte auf 91 Prozent. Vor allem auf Smartphones ist die Sichtbarkeit ein Problem: Auf mobilen Endgeräten liegt sie lediglich bei 50 Prozent (+1 Prozentpunkt), die Sichtbarkeitsdauer beträgt hier lediglich 16,6 Sekunden.


Die Sichtbarkeitsdauer ist generell rückläufig: Bei Displaywerbung sank sie um rund eine Sekunde auf 23,1 Sekunden, Videowerbung ist im Schnitt lediglich 18,2 Sekunden lang sichtbar, ein Rückgang um 3 Sekunden (Q1: 21,4 Sekunden). 

Seit dem vergangenen Quartal ermittelt Meetrics außerdem die Gründe für die Nicht-Sichtbarkeit von Displaywerbung. Der Hauptgrund ist demnach, dass Banner zu weit unten auf einer Seite platziert werden und damit überhaupt nicht in den sichtbaren Bereich einer Website kommen. Das trifft auf ein Drittel aller nicht-sichtbaren Anzeigen zu. Auch Banner am Seitenkopf werden häufig nicht wahrgenommen, weil die User schnell weiter nach unten scrollen (21 Prozent). Weitere Gründe für die Nicht-Sichtbarkeit von Anzeigen sind inaktive Fenster (19 Prozent) und dass sie nicht lange genug im sichtbaren Bereich einer Seite zu sehen sind (15 Prozent). 
Der Hauptgrund für die Nicht-Sichtbarkeit von Bannern ist die Platzierung auf der Seite
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Der Hauptgrund für die Nicht-Sichtbarkeit von Bannern ist die Platzierung auf der Seite
"Immer mehr Anbieter von Werbeplätzen nutzen Technologien, um dafür zu sorgen, dass digitale Werbung auch sichtbar platziert wird. Das ist die erfreuliche Nachricht", erklärt Max von Hilgers, Managing Director und Co-Founder von Meetrics. "Die Herausforderung, die nun zunehmend entsteht, ist sicherzustellen, dass Werbung lang genug sichtbar ist, um mit ihrer Botschaft beim Nutzer durchzudringen. Nicht jede Werbebotschaft lässt sich in wenigen Sekunden vermitteln. Die Identifizierung und der Ausbau von Werbeplätzen, die den Anforderungen der Werbetreibenden genügen, bleibt eine Aufgabe des gesamten Markts." 


Grundlage für die Meetrics Viewability Benchmarks ist die Richtlinie "50/1" des IAB und des Media Rating Council (MRC). Demnach müssen mindestens 50 Prozent der Werbemittelfläche für mindestens eine Sekunde im sichtbaren Bereich des Browsers gewesen sein. Bei Video-Ads lautet die Empfehlung "50/2" - das heißt, das Werbemittel muss mindestens mit 50 Prozent seiner Fläche für wenigstens 2 Sekunden sichtbar geworden sein. dh 
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