Medienschaffende in Deutschland

Berlin, Hamburg und München sind die Hochburgen

Der "Spiegel"-Verlag ist eines der Aushängeschilder der Medienstadt Hamburg
© Foto: Jürgen Herschelmann
Der "Spiegel"-Verlag ist eines der Aushängeschilder der Medienstadt Hamburg
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Große Städte, viele Medienschaffende: Berlin, Hamburg und München ziehen die meisten Mitarbeiter an, die mit Medien arbeiten. Und es werden immer mehr. Das sind zwei Ergebnisse des "Media Worker Report 2018", den Xing gemeinsam mit Deloitte und Next Media Hamburg erhoben hat.

Danach sind bei Xing in diesem Jahr rund 552.000 so genannte Media Worker registriert – 11 Prozent mehr als noch 2016. Mit knapp 67.000 arbeiten die meisten in Berlin, gefolgt von Hamburg (54.000) und München (51.000). Die meisten sind im Marketing, in der PR und im Design-Bereich (47 Prozent) tätig oder eben in der klassischen Medienindustrie (36 Prozent). Doch auch in anderen Branchen arbeiten Media Worker: Gerade in den Bereichen Internet/IT, Konsumgüter/Handel sowie Industrie/Maschinenbau steigen die Zahlen der Mitarbeiter aus dem Medienbereich um 10 Prozent und mehr.



Die meisten Media Worker arbeiten in kleinen und mittelständischen Unternehmen, den größten Zuwachs gibt es jedoch bei Großunternehmen mit einem Plus von 11 Prozent. Dabei ist die Fluktuation sehr hoch. Rund 42 Prozent sind nur bis zu zwei Jahren beim selben Arbeitgeber.

Die wichtigsten Fähigkeiten, die Media Worker mitbringen müssen, ist die zur Kommunikation (86,7 Prozent), gefolgt von Kreativität (59 Prozent) und Projektmanagement (57 Prozent). Die meisten erlangen ihr Wissen im Job. Der Großteil der Befragten ist fest angestellt und möchte es auch bleiben. 82 Prozent sind in einer Festanstellung. Freiberuflich arbeiten gerade mal 12 Prozent.


„Flexible Arbeitszeiten- und orte sind integraler Bestandteil einer New-Work-Kultur, die auch von Unternehmensseite oft gefördert und teils gefordert wird.“
Egbert Wege
Flexibilität ist ihnen grundsätzlich sehr wichtig (70 Prozent). Das gilt auch für den Arbeitsort. Fast drei Viertel arbeiten zumindest gelegentlich von zu Hause aus. Was die Arbeitszeiten betrifft, so hat jeder Zweite (noch) relativ feste, reguläre Kernarbeitszeiten. Als völlig flexibel bezeichnen aber auch schon 20 Prozent ihre Arbeitszeiten. "Flexible Arbeitszeiten- und orte sind integraler Bestandteil einer New-Work-Kultur, die auch von Unternehmensseite oft gefördert und teils gefordert wird", kommentiert Egbert Wege, Head of Monitor von Deloitte Germany die Ergebnisse. Tendenziell sind Media Worker zufrieden. 65 Prozent geben an, mit ihrem Job glücklich zu sein.

Für die Studie hat das Business Netzwerk Xing zum einen die Profile seiner Mitglieder analysiert. Zum anderen hat Deloitte 1015 Personen befragt, die sich Media Worker nennen.

Die Media Worker haben sich aber auch ausführlich dazu geäußert, wie sich ihre Jobs verändert haben. Für 70 Prozent war die Digitalisierung von Prozessen das dominierende Thema gefolgt von neuen digitalen Medienangeboten (45 Prozent) und dem steigenden Kostendruck durch veränderte Wettbewerbsituation.

Jeder zweite arbeitet mittlerweile mit Big Data und Analytics. Und immerhin schon für jeden Zehnten spielt die Blockchain-Technologie eine Rolle. 38 Prozent geben aber auch an, dass keine der genannten Technoligien in ihrem Arbeitsalltag relevant ist. Abgefragt wurde auch Virtual Reality (17 Prozent), Artificial Intelligence (14 Prozent) sowie Sprachassistenten und Sprachsteuerung (13 Prozent). Der Großteil glaubt jedoch, das diese Technologien ihr Jobprofil in der nächsten Zeit deutlich verändern werden. Ein Drittel geht davon aus, dass sich zudem wesentliche Teile des Jobs automatisieren lassen werden. pap

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