Medienkonzern

Axel Springer rechnet für 2021 mit zweistelligem Umsatzwachstum

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Axel-Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner
© Axel Springer
Axel-Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner
Der Medienkonzern Axel Springer erwartet in diesem Jahr ein zweistelliges Umsatzwachstum. Der Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner teilte am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur mit: "Diese Entwicklung hat all unsere Erwartungen übertroffen."

Man sei nicht nur unerwartet gut durch die Corona-Pandemie gekommen. "Darüber hinaus stehen wir nach hervorragendem zweistelligen Umsatzwachstum in 2021 sogar besser da, als wir vor der Corona-Pandemie für den jetzigen Zeitpunkt prognostiziert hatten." Döpfner führte das auch darauf zurück, dass in der Pandemie weiter investiert worden sei, "insgesamt 150 Millionen in den letzten beiden Jahren."


Im Corona-Jahr 2020 waren die Umsätze des Konzerns, zu dem auch die journalistischen Marken Bild und Welt gehören, rückläufig gewesen. Sie gingen von rund 3,1 Milliarden Euro in 2019 auf rund 2,98 Milliarden Euro zurück, wie aus dem Finanzbericht 2020 hervorgeht. Das war ein Rückgang um rund vier Prozent. Das operative Ergebnis (bereinigtes Ebitda) lag bei fast 654 Millionen Euro, 2019 waren es noch rund 751 Millionen Euro gewesen. Der Medienkonzern mit Hauptsitz in Berlin und weltweit rund 16 500 Mitarbeitern war 2019 eine strategische Partnerschaft mit dem US-Finanzinvestor Kohlberg Kravis Roberts (KKR) eingegangen und zog sich dazu auch 2020 von der Börse zurück. Das soll das Wachstum vor allem in den digitalen Geschäften beschleunigen. Ein wichtiger Wachstumsmarkt für Springer sind die USA. Erst kürzlich schloss der Konzern den Kauf der US-Mediengruppe Politico und damit die größte Unternehmensübernahme der Firmengeschichte ab. Springer hat neben seinen Medienmarken zahlreiche weitere Portfoliobereiche, darunter sind Rubrikenportale für Jobs und Immobilien. dpa

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