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Rundfunkrat wählt Klaus Brinkbäumer und Jana Brandt zu Programmdirektoren

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Nach der Wahl: Die neuen MDR-Programmchefs Jana Brandt und Klaus Brinkbäumer mit Intendantin Karola Wille
© MDR/Stephan Flad
Nach der Wahl: Die neuen MDR-Programmchefs Jana Brandt und Klaus Brinkbäumer mit Intendantin Karola Wille
Am Montagvormittag tagte das Gremium im Congress Center Leipzig. Wie erwartet konnte sich MDR-Intendantin Karola Wille mit ihren Personalvorschlägen durchsetzen. Für die Berufung des ehemaligen Spiegel-Chefredakteurs und der bisherigen Fernsehspielchefin zu Programmdirektoren an den Standorten Leipzig und Halle reichte ein Wahlgang.
Die HORIZONT-Meldung am vergangenen Dienstag war für die Branche so überraschend wie für die Mitarbeiter des MDR. Das galt für die Entscheidung der Intendantin Karola Wille, dem Rundfunkrat die bisherige Fernsehspielchefin Jana Brandt als künftige Programmchefin in Halle vorzuschlagen, weit mehr aber noch für den Wunsch, den früheren Spiegel-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer zum Programmchef in Leipzig zu berufen.

Voraussetzung war die Bestätigung der beiden Personalien durch den Rundfunkrat. Sie folgte am Montagvormittag. Dort erhielten die Kandidaten eine deutliche Mehrheit der Stimmen: Brinkbäumer wurde mit 30 von 38 Stimmen gewählt, Brandt bei einer Enthaltung mit 31 Ja und 6 Nein-Stimmen.

Klaus Brinkbäumer 2020
© imago images / teutopress
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MDR holt Klaus Brinkbäumer als Programmchef nach Leipzig

Für den Mitteldeutschen Rundfunk ist die Verpflichtung des 53-jährigen Ex-Spiegel-Chefredakteurs ein Coup, der die ARD-Anstalt publizistisch in eine andere Liga katapultieren kann. Geklärt hat Intendantin Karola Wille aber nicht nur die Nachfolge von Wolf-Dieter Jacobi in Leipzig. Auch für Halle gibt es eine Lösung. Von dort wechselt Katja Wildermuth Anfang 2021 an die Spitze des Bayerischen Rundfunks.

Über den künftigen Programmchef Brinkbäumer sagte Wille nach der Wahl: "Der MDR gewinnt für diese Spitzenposition einen exzellenten Journalisten mit langjähriger Führungserfahrung und digitaler Transformationskompetenz in der Medienbranche". Die Rundfunkratsvorsitzende Gabriele Schade ergänzte, Brinkbäumer stehe "für Relevanz, Vielfalt und Qualität sowie für digitale Innovation". Brandt wiederum, sagte Wille, zeichne sich aus durch "große Fachkompetenz, Kreativität, kulturpolitische Expertise" und sei darüber hinaus "exzellent innerhalb der ARD sowie der Produktionswirtschaft vernetzt".

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Von Mitte Januar 2021 an wird Brinkbäumer damit am Standort Leipzig zuständig sein für die Hauptredaktionen Information, Sport, Non-Fiktion sowie Fernsehfilm, Serie und Kinder, außerdem für die zentrale Programmkoordination und Sendeleitung, die Hauptabteilung Herstellung, den KiKa und Telemedien.

Brandt wiederum, die auf die künftige BR-Intendantin Katja Wildermuth folgt, wird am MDR-Standort Halle verantwortlich sein für die Hauptredaktionen von MDR Kultur, MDR Klassik und MDR Jump, für die Jungen Angebote, die Redaktionen Wissen und Bildung sowie die Hauptabteilung Herstellungs- und Verwaltungsmanagement.

Weitere Themen des Rundfunkrats bei seiner heutigen Sitzung waren der Streit in Sachsen-Anhalt um die Erhöhung des Rundfunkbeitrags sowie der Haushalt des MDR. 2021 steht den geplanten Gesamterträgen von 715,6 Millionen Euro ein Defizit von 55,2 Millionen Euro gegenüber. Gedeckt wird es aus noch vorhandenen Rücklagen. Bis zum Ende der Periode 2024 sind Einsparungen in Höhe von 40 Millionen Euro geplant. usi
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