Mathias Döpfner

Verlegerpräsident optimistisch zu staatlichen Impulsen für Zustellung

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BDZV-Präsident Mathias Döpfner
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BDZV-Präsident Mathias Döpfner
Der Präsident des Zeitungsverlegerverbands BDZV, Mathias Döpfner, hat sich optimistisch zu staatlichen Impulsen bei der Zustellung von gedruckten Zeitungen geäußert. Mit der neuen Bundesregierung verbinde er für den unabhängigen Journalismus interessante Perspektiven, teilte Döpfner am Montag in einem Neujahrsgruß an Mitgliedsverlage des Bundesverbands Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) mit.

Er ging dabei auch auf Verbandsthemen ein: "Allen voran die Finanzierung unserer Zustellungsstrukturen, die nach Jahren der bei diesem Thema spürbaren Lethargie endlich einer kraftvollen politischen Gestaltung bedarf." Döpfner, der auch Vorstandsvorsitzender des Medienkonzerns Axel Springer ist, fügte hinzu: "Nach ersten Gesprächen, die ich hierzu mit Vertretern der neuen Regierung geführt habe, bin ich optimistischer denn je."


Pläne für eine staatliche Förderung von Medienhäusern für die Zustellung ihrer gedruckten Presseprodukte hatte es in der vorigen Regierungszeit bereits gegeben. Die schwarz-rote Koalition hatte Optionen in Millionenhöhe geprüft, das Ganze aber dann doch wieder verworfen. Im Koalitionsvertrag der Ampel-Parteien SPD, Grüne und FDP steht nun, dass sie Fördermöglichkeiten für eine flächendeckende Versorgung mit periodischen Presseprodukten prüfen wollen.
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Presseverlage hatten in der Vergangenheit immer wieder speziell für eine Unterstützung des Bereichs Zustellung von Zeitungen und Zeitschriften plädiert. Hintergrund ist, dass die Häuser gestiegene Zustellkosten mit Blick auf ländliche Regionen und sinkende Auflagenzahlen beklagen. Eine Zustellförderung soll demnach sicherstellen, dass gedruckte Produkte auch weiterhin flächendeckend jeden in Deutschland erreichen können. dpa

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