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Eva Quadbeck wechselt im Team mit Kristina Dunz zum RND nach Berlin

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Madsacks künftige Doppelspitze beim RND in Berlin: Eva Quadbeck (links) und Kristina Dunz
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Madsacks künftige Doppelspitze beim RND in Berlin: Eva Quadbeck (links) und Kristina Dunz
Ein großer Gewinn für das Redaktionsnetzwerk Deutschland, ein nicht minder großer Verlust für die Rheinische Post: Eva Quadbeck wird stellvertretende Chefredakteurin des RND und Leiterin des Hauptstadtbüros. Als ihre Stellvertreterin in Berlin bringt sie Kristina Dunz mit. Damit hat Madsack die Nachfolge von Gordon Repinski geklärt. Er wird, wie berichtet, als Vize-Chefredakteur bei Gabor Steingarts Media Pioneer anheuern.



Im Dezember dementierte Eva Quadbeck noch auf Anfrage von HORIZONT, Nachfolgerin von Gordon Repinski beim RND zu werden. Heute Vormittag teilte Madsack den Mitarbeitern jedoch mit: Die stellvertretende Chefredakteurin und Leiterin der Parlamentsredaktion der Rheinischen Post wird in derselben Funktion zum RND wechseln.

Mitbringen wird sie zum Leidwesen des erst seit Januar amtierenden RP-Chefredakteurs Moritz Döbler Kristina Dunz. Ein Wermutstropfen gibt es für Madsack allerdings: Das neue Führungsduo wird erst im Januar nächsten Jahres antreten. Döbler will sie anscheinend nicht eher aus dem Vertrag lassen. Dasselbe Problem hat Repinski, dessen Kündigungsfrist erst im Herbst 2020 enden wird.


Wie Madsack mitteilt, sollen die 49-jährige Quadbeck und die 52-jährige Dunz gemeinsam mit RND-Chefredakteur Marco Fenske "das Portfolio an journalistischen Produkten und Formaten des RND weiter ausbauen". Konzern-Chef Thomas Düffert freut sich, mit den beiden Frauen "zwei der renommiertesten Politikjournalistinnen Deutschlands" für das RND gewonnen zu haben. Beide seien erfahren, bestens vernetzt in der Bundespolitik, und sie "genießen sowohl in der Medienbranche als auch in der Politik hohe Wertschätzung für ihre Arbeit".

Quadbeck arbeitet seit 2002 als Korrespondentin in der Hauptstadt. Von 2014 an leitete sie als Nachfolgerin von Michael Bröcker die Parlamentsredaktion der Rheinischen Post. 2016 berief Chefredakteur Bröcker sie zu seiner Stellvertreterin. Nachdem Bröcker zu Gabor Steingarts Media Pioneer gewechselt war, wurde jedoch nicht sie seine Nachfolgerin, sondern Moritz Döbler, bis dahin Vorstand und Chefredakteur des Weser-Kurier in Bremen. Kaum in Düsseldorf angetreten, kehren ihm nun sowohl seine Stellvertreterin als auch die Berlin-Chefin den Rücken.

Das RND wiederum gewinnt mit Quadbeck und Dunz nicht nur an politischer Expertise, sondern wird auch von der TV-Präsenz der beiden Journalistinnen profitieren. Dunz erhielt 2017 den Preis der Bundespressekonferenz für ihre berühmt gewordenen Fragen an US-Präsident Donald Trump nach seinem Verhältnis zu Pressevielfalt und Fake News. Damals war sie noch bei der dpa. Zusammen mit Quadbeck schrieb sie außerdem eine Biografie über Annegret Kramp-Karrenbauer. usi
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