Limio-Boss Amaury de Closset

"Die deutschen Verlage hinken Jahre hinterher"

Limio-Gründer und CEO Amaury de Closset rät Verlagen zu permanenten Experimenten
© Limio
Limio-Gründer und CEO Amaury de Closset rät Verlagen zu permanenten Experimenten
Ist bald alles Abo? Die Softwareschmiede Limio glaubt, dass sich solche Modelle in vielen Bereichen durchsetzen, bei Lieferdiensten und im Carsharing, vor allem aber im Musik- und Film-Streaming, bei Onlinespielen, im Bildungsmarkt – und im digitalen Publishing. Doch Limio-Gründer Amaury de Closset warnt Verlage, sich den US-Plattformen auszuliefern. Und rät zu Experimenten.

Bei Limios Referenzkunden Economist scheint das zu klappen: Die Hälfte seiner 1,6 Millionen Abonnements sind digital; deren Gewinne haben sich seit 2014 verdoppelt. Limio bietet eine Cloud-Softwareplattform für Unternehmen mit B2C-Abo-Modellen. Ziele sind Kundengewinnung und -bindung sowie mehr Cross-Selling und Upselling. Hinter Limio stehen 15 Gesellschafter, die meisten aus den USA und Großbritannien. Umsätze nennt die Firma nicht, ebenso wenig wie Kunden (außer Economist). Laut Limio geben US-Amerikaner pro Monat 237 US-Dollar für Abo-Services aus, von Amazon Prime über Hello Fresh und Spotify bis zu Zip Car.

Herr de Closset, wie weit ist die Verlagswelt beim Aufbau datengetriebener Abo-Modelle? Wir haben da keine Zahlen. Aber schauen Sie sich nur die größten Anbieter in diesen Branchen an: Microsoft und Sony beim Gaming, Netflix und Spotify beim Streaming und beim Publishing die New York Times und den Economist: Sie alle begreifen Abo-Erlöse längst als Hauptsäule ihrer Monetarisierungsstrategie.

Jetzt kostenfrei registrieren
und sofort alle H+ Artikel lesen!

Die Registrierung beinhaltet
den täglichen HORIZONT Newsletter.

 
Sie sind bereits registriert?
Der Nutzung Ihrer Daten können Sie jederzeit widersprechen.
Weitere Hinweise finden Sie unter Datenschutz.
stats