Leistungsschutzrecht

Upday erneuert Lizenzvereinbarung mit Corint Media

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Peter Würtenberger
© Philip Scholl
Peter Würtenberger
Das neue Leistungsschutzrecht für Presseverlage zu journalistischen Inhalten im Netz bringt erste Effekte. Die mehrheitlich zu Axel Springer gehörende News-App Upday erneuerte eine Lizenzvereinbarung mit der Verwertungsgesellschaft Corint Media, wie der Springer-Konzern am Montag in Berlin mitteilte. Über Corint Media können dann Verlage Geld für Inhalte erhalten, die auf der Newsplattform erscheinen.

Am selben Tag trat das neue Leistungsschutzrecht in Deutschland in Kraft. Ziel ist, dass Medienunternehmen für ihre journalistischen Inhalte, die im Netz auf externen Plattformen angezeigt werden, einen finanziellen Ausgleich bekommen. Das Leistungsschutzrecht ist Teil einer großen Urheberrechtsreform. 


Von Corint Media hieß es, man habe mit Upday als erstem Unternehmen dieser Art einen Lizenzvertrag nach dem neuen Presseleistungsschutzrecht geschlossen. Die Geschäftsführer Markus Runde und Christoph Schwennicke sehen den Vertrag als wegweisend und als Auftakt zu weiteren Lizenzverhandlungen mit Plattformen wie zum Beispiel Google. "Wir werden mit weiteren Nutzern Verhandlungen über die Zahlung angemessener Vergütungen für die Nutzung der digitalen Verlagsinhalte aufnehmen", hieß es von den Geschäftsführern. 

Von Springer hieß es weiter, Upday werde Lizenzzahlungen an die Verwertungsgesellschaft entrichten, die diese dann an die teilnehmenden Verlage ausschüttet. "Mit Rechteinhabern, die sich nicht kollektiv vertreten lassen, strebt "Upday" individuelle Lösungen nach Maßgabe des neu in Kraft getretenen Leistungsschutzrechts an." 

Der Chef von Upday, Peter Würtenberger, sagte: "Mit der nun erneuerten Lizenzvereinbarung mit der Verwertungsgesellschaft Corint Media eröffnen wir Verlagen einen komfortablen Weg, zusätzlich zu der durch Upday vermittelten Reichweite eine faire Vergütung für die Nutzung ihrer Inhalte zu erzielen." 

Corint Media ist eine von mehreren Verwertungsgesellschaften in Deutschland. Sie vertritt nach eigenen Angaben Medienunternehmen, darunter TV-Sender, Radio-Programme und Presseverleger. Dazu zählt auch Axel Springer. dpa

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