"Late Night Berlin"

Will Smith jubelte Pro Sieben Schleichwerbung unter

Statt einer Kaffeetasse war in "Late Night Berlin" im Mai die Wassermarke "Just Water" zu sehen
© Pro Sieben / Andreas Franke
Statt einer Kaffeetasse war in "Late Night Berlin" im Mai die Wassermarke "Just Water" zu sehen
Die Kommission für Zulassung und Aufsicht der Landesmedienanstalten (ZAK) hat einen Fall von Schleichwerbung bei Pro Sieben festgestellt. In der Sendung "Late Night Berlin" mit Klaas Heufer-Umlauf hatte die Produktionsfirma Getränke einer Firma von Will Smiths Sohn Jaden prominent ins rechte Licht gerückt. 
In der Sendung vom 20. Mai hatte Heufer-Umlauf Hollywood-Star Will Smith zu Gast. Das Gespräch fand allerdings nicht im Studio statt, sondern in einem Berliner Kiosk. Dabei wurden die im Hintergrund zu sehenden Produkte so platziert, dass die Marken nicht zu erkennen waren - mit einer Ausnahme. In einem Kühlschrank waren zahlreiche Wasserkartons der Marke "Just Water" zu sehen, die von Will Smiths Sohn Jaden Smith gegründet wurde. 


Aus Sicht der ZAK wurde damit "die Lebenswirklichkeit zugunsten der Alleinstellung der Marke aktiv verändert". Die Medienwächter gehen daher von einer Werbeabsicht aus und stellen einen Verstoß gegen das Verbot von Schleichwerbung fest. Pro Sieben habe eingeräumt dass es zwischen der Produktionsfirma Florida TV und Will Smith eine "kurzfristig getroffene werbliche Absprache gab", über die der Sender keine Kenntnis hatte. Gleichwohl entbindet dies aus Sicht der ZAK den Sender nicht von seiner Haftung als Veranstalterin für die nicht gekennzeichnete Werbung. Die Medienhüter verzichteten allerdings auf ein Bußgeld. dh
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