"Lassen Sie mich in Ruhe!"

Wütender DFB-Präsident Reinhard Grindel bricht Interview ab

Grindel bricht das Interview ab
© Screenshot DW
Grindel bricht das Interview ab
An diesem Freitag diskutiert die FIFA in Miami über die Zukunft des internationalen Fußballs. Unter anderem geht es um die neue Klub-WM und die umstrittene Global Nations League. An den Gesprächen beteiligt ist auch DFB-Präsident Reinhard Grindel. In einem Exklusiv-Interview mit der Deutschen Welle zu diesem Thema gefielen Grindel die Fragen allerdings überhaupt nicht. Er brach das Gespräch überraschend ab.
Nachdem der DW-Journalist Florian Bauer den DFB-Präsidenten nach den Plänen der FIFA fragte, bei dem Grindel Mitglied im Fifa-Council ist, platzte dem Fußball-Funktionär die Hutschnur: "Herr Bauer, das bringt doch jetzt nichts, Sie versuchen mir immer eine Bemerkung in den Mund zu schieben, mit der Sie was machen können, und ich weiche Ihnen seit zehn Minuten aus. Jetzt machen Sie doch vernünftige Fragen, auf die ich vernünftig antworten kann." Hier ist das komplette Gespräch zu sehen.

Zwar versuchte Bauer den DFB-Präsidenten, der einst selbst als leitender Redakteur im Studio Bonn des ZDF tätig war, zu besänftigen und betonte, vernünftige Fragen zu stellen, doch Grindel erwiderte trocken: "Nein! Ich beantworte jetzt noch drei Fragen zu Katar, und dann ist das Interview beendet." Doch dazu kommt es nicht. Grindel entledigt sich schließlich seines Ansteck-Mikrofons und verlässt wütend den Raum. "Lassen Sie mich in Ruhe", ruft er beim Rausgehen.


In den sozialen Netzwerken erntet der DFB wegen des Interview-Abbruchs Spott und Häme. "Reinhard #Grindel ist übrigens gleich ins #MoMa-Studio von Dunja Hayali durchgerannt", twitterte etwa die Satiresendung Extra 3. Hier eine Auswahl der Reaktionen: 




ron
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