Kooperation

AGF und Screenforce wollen enger zusammenarbeiten

Kerstin Niederauer-Kopf
© Hans-Jürgen Herrmann
Kerstin Niederauer-Kopf
Die Arbeitsgemeinschaft Videoforschung (AGF) und die Gattungsmarketinginitiative Screenforce wollen künftig stärker zusammenarbeiten. Das haben die beiden Organisationen auf dem AGF Forum in Frankfurt bekannt gegeben. Beide wollen beispielsweise bei einer für nächstes Jahr geplanten Agentur-Roadshow kooperieren, um "Orientierung im Medien-Dschungel" zu geben, teilt die AGF mit.
Weil Reichweite und Werbewirkung untrennbar  zusammengehörten, sei es nur folgerichtig, dass AGF und Screenforce in Zukunft ihre Kräfte bündeln, meint Screenforce-Geschäftsführer Martin Krapf. "Sowohl AGF als auch Screenforce tragen auf ihre Weise dazu bei, Orientierung zu verschaffen: als neutrale Institutionen für einen relevanten Werbeträger", fügt Kerstin Niederauer-Kopf, Vorsitzende der Geschäftsführung der AGF, hinzu.


Passend zu der bekannt gegebenen Zusammenarbeit zwischen AGF und Screenforce stand die Branchenveranstaltung AGF Forum im Frankfurter Palmengarten unter dem Motto "Total Video is not enough". Diskutiert wurde dabei vor allem die Bedeutung, die sowohl Reichweite als auch Werbewirkung für die Mediaplanung haben.

Auf dem hauseigenen Event hat die AGF auch eine erste Zwischenbilanz zu dem Mitte Juni gestarteten Pilotprojekt "Follow the Campaign" mit Nielsen Digital Ad Ratings (DAR) gezogen. Dabei wird das Werbemittel auf allen Plattformen mit den gleichen Standards gemessen - auch auf Youtube und Facebook. Und zwar mit dem Ziel, die Streaming-Zahlen von Youtube und Co endlich vergleichbar zu machen mit denen der TV-Konzerne und der OVK-Vermarkter.


Mit rund einem Dutzend Kampagnen großer Werbungtreibender, darunter Ferrero, Henkel, Deichmann, Sodastream und Logocos Naturkosmetik (L’O'réal), hat die AGF den Einsatz von Nielsen DAR mittlerweile getestet oder ist aktuell im Test. "Die positive Resonanz in Agenturen und bei Werbungtreibenden zeigt, dass wir mit DAR einen Nerv getroffen haben und ein echtes Marktbedürfnis erfüllen", so Niederauer-Kopf. Sie will die Ergebnisse aus dem Pilotprojekt in den nächsten Wochen evaluieren und "weitere Schritte, darunter die Anbindung an TV, prüfen". ron
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