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Axel Springer gibt im Content Marketing Gas
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Konkurrenz für Territory, C3 & Co

Axel Springer gründet eigenes Unternehmen für Content Marketing

Axel Springer gibt im Content Marketing Gas
Unternehmensberatungen wie Accenture, IBM und Deloitte wildern schon länger im (Digital)-Geschäft der Agenturen. Von Seiten der Verlage droht nun neues Ungemach. Immer mehr Medienhäuser versuchen sich als Content-Marketing-Dienstleister zu positionieren und lukrative Etats von Unternehmen zu ergattern. Jüngstes Beispiel ist Axel Springer. 
von Marco Saal Montag, 09. Juli 2018
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Axel Springer hat den Geschäftsbereich Corporate Solutions jetzt sogar in eine eigenständige Gesellschaft - die Axel Springer Corporate Solutions GmbH & Co. KG - überführt. Was sich zunächst nach klassischem Verlagsgeschäft anhört, ist in Wahrheit deutlich mehr. "Wir sind im Jahr 2013 als Zweimannbetrieb gestartet und haben daraus eine Full-Service-Agentur mit rund 100 Mitarbeitern aufgebaut", sagt Frank Parlow. Der Manager, der den Bereich Corporate Solutions gemeinsam mit Lutz Thalmann aufbaute und seitdem als Geschäftsführer verantwortet, ist zuversichtlich, dass sich die Ausgründung bezahlt macht. "Jetzt hat unser Geschäft eine Größe erreicht, um die Erfolgsgeschichte als eigenständiges Unternehmen fortzuschreiben", glaubt Parlow.



Einige Kundenprojekte von Axel Springer Corporate Solutions
© ASV
Einige Kundenprojekte von Axel Springer Corporate Solutions
Thalmann sieht das ähnlich. Die neue Struktur schaffe die Voraussetzungen, um noch schneller neue Trends aufgreifen und gemeinsam mit Kunden realisieren zu können. "Unsere Geschäftspartner profitieren zudem auch weiterhin vom digitalen Know-how und der hohen Innovationsfähigkeit von Axel Springer", so Thalmann. 

Parlow und Thalmann, die Geschäftsführer bleiben, werden künftig von Christopher Brott unterstützt. Der 34-Jährige wird in die erweiterte Geschäftsleitung berufen. Dort ist er wie bisher für das Projektmanagement verantwortlich.


Dass sich die Springer-Tochter auf dem Markt nicht schlecht schlägt, zeigt ein Blick in die Kundenliste. Dort sind prominente Namen wie Arte, BASF, Deichmann, Deutsche Rentenversicherung, HypoVereinsbank, Lufthansa, PWC, Roland Berger, Siemens, Vattenfall, Vonovia und Volkswagen zu finden. Mit dem Schweizer Pharmakonzern Roche, Robert Bosch und Bayer sind in den letzten Monaten weitere namhafte Kunden dazugekommen. mas

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