"Kiosk ist wichtigster Vertriebskanal"

Oliver Wurm über den Erfolg des "Grundgesetz-Magazins"

Oliver Wurm im Interview
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Oliver Wurm im Interview
Mission statt Remission: Selfmade-Verleger Oliver Wurm feiert mit seinem Grundgesetz als Magazin einen Kiosk-Erfolg, der das Resultat aus Social-Media-Präsenz, der wohlwollenden Berichterstattung anderer Verlage und insbesondere der Unterstützung von Pressegrosso und Bahnhofsbuchhandel ist.

"Alleine, dass es dieses System in Deutschland gibt, gibt so Nasen wie mir überhaupt die Möglichkeit, selbst verlegerisch tätig zu sein", sagt Wurm im Interview mit 
HORIZONT Online und turi2.tv am Rande der Jahrestagung des Gesamtverbands Pressegroßhandel in Wiesbaden. Die Präsenz am Kiosk sei für sein Grundgesetz-Magazin "Gold wert" und "der wichtigste Vertriebskanal".


Mit der Botschaft "Die Würde des Menschen ist unantastbar" auf dem Cover erreiche er am Kiosk auch Menschen, "die vielleicht nur eine Cola holen und eine Tüte Flips. Das nehmen sie mit aus dem Laden. Wenn sie auch noch mein Grundgesetz mitnehmen, ist es umso besser." Dass ein frei verfügbarer Gesetzestext in Magazinform zum Erfolg werden würde, war nicht absehbar, sagt Wurm. "Insofern ist der Gewinn, der jetzt in Teilen fließt, ein Ergebnis des Risikos, das wir eingegangen sind. Und das Risiko speist sich aus der inneren Überzeugung, dass wir es tun mussten."
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