International Music Award

Magenta TV schnappt sich exklusive Ausstrahlungsrechte für Echo-Nachfolger

Der International Music Award findet auf Magenta-TV statt
© Deutsche Telekom
Der International Music Award findet auf Magenta-TV statt
Dass der International Music Award den gescheiterten Echo-Preis ersetzen soll ist schon seit längerem kein Geheimnis. Jetzt ist auch offiziell, wo das für den 22. November geplante Event zu sehen sein wird: Der IMA wird nicht im traditionellen Free-TV sondern auf der Streaming-Plattform Magenta-TV zu sehen sein. Damit macht der vom Springer-Titel Rolling Stone organisierte Preis ernst mit seinem Versprechen, der Popkultur-Preis für die digitale Generation zu sein.

Wenn am 22. November um 20 Uhr in der Berliner Verti Music Hall die Übertragung für Deutschland, Österreich und die Schweiz beginnt, steht für die Beteiligten einiges auf dem Spiel. Die deutsche Musikindustrie ist nach dem Ende des Echo sehr an einer reichweitenstarken öffentlichen Bühne für die Branche interessiert, die Axel Springer Gruppe möchte auf diese Weise die Relevanz und damit auch die wirtschaftliche Perspektive seines Musikmagazins Rolling Stone verbessern und die Telekom möchte sich ein Live-Event für Magenta-TV aufbauen, das zudem noch gute Synergieeffekte mit der hauseigenen Magenta-Musik-Strategie verspricht.



Dass die Partnerschaft von Michael Schuld, dem neuen TV- und Entertainment-Chef der Telekom Deutschland, verkündet wird, ist kaum ein Zufall. Schuld hatte schon in seiner Rolle als Marketing- und Vertriebschef der Telekom intensiv den Aufbau von exklusivem Musik-Content gefördert, um das Markenerlebnis zu verbessern.

Eine ähnliche Rolle soll nun der IMA für das Magenta-TV-Angebot spielen. Der Musikpreis wird frei empfangbar ausgestrahlt, aber unweigerlich auch neue Zuschauer auf die Streamingplattform locken. Auf diese Weise kann Schuld neue potenzielle Zuschauer mit den Stärken seiner Plattform vertraut machen.  Eine der Stärken, die Nutzung der Plattform auf allen digitalen Endgeräten, soll junge Zuschauer zum Event locken, die für das TV-Erlebnis rund um den Echo nicht zu begeistern waren. Schuld: „Mit der Live-Übertragung des IMA, konvergent in allen Netzen und auf allen Geräten, bieten wir unseren Kunden erneut einen Mehrwert.“ Aber auch in der inhaltlichen Ausrichtung will der IMA den Echo vergessen machen. Anders als beim Echo sind die Verkaufszahlen eines Künstlers für den IMA nicht mehr das entscheidende Relevanzkriterium. Das Event präsentiert sich selbst als „der erste deutsche Musikpreis, dessen wichtigste Kriterien Leidenschaft, Haltung und Innovation sind“. Für die Wertigkeit der Kandidaten soll eine hochwertige Jury aus Musikern und Fachjournalisten sorgen.


Bekannt ist derzeit, dass unter anderem Billy Eilish, James Blake, Sade, Florence + the Machine, Anna Calvi und Holly Herndon in den insgesamt acht Kategorien „Sound“, „Beginner“, „Future“, „Commitment“, „Visuals“, „Style“, „Performance“ und „Hero“ nominiert sind. Außerdem werden Udo Lindenberg, Sting, Max Herre und Joy Denalane, die kanadische Sängerin Peaches, Anna Calvi und weitere Top-Stars auf der Bühne stehen. Moderiert wird die Preisverleihung von Emmy-Gewinner Billy Porter und Topmodel Toni Garrn. cam

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