IAB-Studie

Deutschland hinkt bei Programmatic Media hinterher

In Deutschland findet weniger automatisierter Mediaeinkauf statt als anderswo in Europa
© Pixabay.com
In Deutschland findet weniger automatisierter Mediaeinkauf statt als anderswo in Europa
In Deutschland werden wesentlich weniger Werbeplätze programmatisch, also automatisiert, eingekauft als in anderen großen europäischen Werbemärkten. Liegt die Quote im länderübergreifenden Durchschnitt bei 65 Prozent, sind es im hiesigen Markt nur 48 Prozent. Das hat das Interactive Advertising Bureau (IAB) durch die Auswertung von Ipsos-Daten aus Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland herausgefunden.
Die Untersuchung wurde von der Digitalagentur Accenture Interactive unterstützt, die vor kurzem selbst ins Geschäft mit Programmatic Media eingestiegen ist. Die Experten des IAB erklären den geringeren Anteil in Deutschland und auch in Frankreich (hier sind es 63 Prozent) vor allem mit dem stärkeren Fokus auf die Privatsphäre der Verbraucher in diesen beiden Ländern. Dazu passt, dass der Anteil der Unternehmen, die ihre digitalen Werbeplätze bislang noch nicht programmatisch einkaufen, dies aber in den kommenden zwölf Monaten planen, in Deutschland am geringsten ist. Hier können sich das nur 38 Prozent der analysierten Unternehmen vorstellen, in Italien sind es in etwa doppelt so viele.


In die Gesamtauswertung eingeflossen sind die Daten von europaweit 950 Unternehmen. Wie in den anderen untersuchten Ländern gibt es auch in Deutschland den Trend, den programmatischen Mediaeinkauf mit internen Ressourcen abzuwickeln. Dabei ist der Anteil des kompletten Inhousing hierzulande mit 35 Prozent etwas geringer, der Anteil der teilweisen Verlagerung ins eigene Unternehmen mit 54 Prozent aber etwas höher als in den Vergleichsmärkten. mam
Themenseiten zu diesem Artikel:
stats