"Hundefutter werden wir nie verkaufen"

Sven Gösmann über das Geschäft der dpa in Zeiten sinkender Auflagen

dpa-Chefredakteur Sven Gösmann im Interview
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dpa-Chefredakteur Sven Gösmann im Interview
Beistand von oben: Sven Gösmann empfiehlt der Medienbranche "in sich zu gehen" – nach der Causa Relotius und gemieteten Komparsen in TV-Dokus tue das sicher gut, sagt der Chefredakteur der dpa im Video-Interview von HORIZONT und turi2.tv. Zur Chefredaktions-Konferenz lädt Gösmann am Montag dieser Woche in die Berliner Heilig-Kreuz-Kirche, "ein klassischer Ort".
Statt Einkehr setzt die Nachrichtenagentur auf Austausch mit den führenden Journalisten ihrer Kunden. Kein dpa-Produkt solle mehr an den Bedürfnissen der angeschlossenen Redaktionen vorbei entwickelt werden, so Gösmann. So soll ein neues auf dem Chat-Programm Slack basierendes Tool die Kommunikation zwischen Agentur und Redaktionen beschleunigen, Künstliche Intelligenz die Bild-Suche der dpa besser machen.


Angesichts sinkender Zeitungs-Auflagen und damit auch Agentur-Einnahmen setzt Gösmann auf "Quersubventionierung": dpa-Töchter wie news aktuell und technische Dienstleistungen helfen dabei, sagt er. Allerdings würden die Nebengeschäfte immer "Journalismus-nah" sein, "Hundefutter werden wir nie verkaufen". hor

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