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Diese Serien sollten Sie im Mai auf dem Schirm haben

"Chernobyl" iost die erste Koproduktion von Sky und HBO
© Sky UK/HBO
"Chernobyl" iost die erste Koproduktion von Sky und HBO
Das Erste und Arte wagen sich mit einer Miniserie an das Thema Flucht und Migration, Sky zeigt mit "Chernobyl" seine erste Koproduktion mit dem gefeierten US-Pay-TV-Sender HBO, Netflix präsentiert die erste TV-Serie mit Reneé Zellweger und eine Neuinterpretation des Klassikers "Der Herr der Fliegen" und TV Now holt John Malkovich als Hercule Poirot nach Deutschland. Die wichtigsten Neustarts im Mai im Überblick.

1.

"Eden" 

"Eden" ist eine Koproduktion von Arte und dem ZDF
© Arte/ZDF
"Eden" ist eine Koproduktion von Arte und dem ZDF
Inmitten von unbekümmerten Touristen landet am Strand einer griechischen Ferieninsel plötzlich ein Schlauchboot voller Flüchtlinge. Sie springen aus dem Boot ins Wasser und verschwinden vor den Augen der ungläubigen Urlauber im angrenzenden Wald. Zu den Augenzeugen der unwirklich erscheinenden Szene gehört auch eine Familie aus Deutschland. Diese beschließen daraufhin, zu Hause in Mannheim selbst einen Flüchtling bei sich aufzunehmen. 


Mit der deutsch-französische Miniserie "Eden" widmen sich Arte und Das Erste dem heißen Eisen Flucht und Migration. Die horizontal erzählte Serie verknüpft vor dem Hintergrund der anhaltenden Flüchtlingsbewegung die Schicksale von fünf Personengruppen miteinander: Neben der deutschen Lehrerfamilie stehen zwei geflüchtete Familien aus Syrien, zwei Brüder aus Nigeria, die Leiterin einer privaten Flüchtlingsunterkunft und zwei Security-Mitarbeiter einer Flüchtlingsunterkunft in Griechenland im Mittelpunkt der sechteiligen Serie. 

Die ersten drei Folgen der Serie sind bereits in der Arte-Mediathek und bei Youtube zu sehen. Die restlichen drei Folgen gehen am 2. Mai online. Linear strahlt Arte die Serie am 2. und 9. Mai jeweils ab 20.15 Uhr aus, Das Erste zeigt "Eden" am 8. und 15. Mai - ebenfalls ab 20.15 Uhr jeweils drei Folgen hintereinander. 


2.

"Chernobyl"

Am 26. April jährte sich die Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl zum 33. Mal. Sky zeigt ab dem 14. Mai mit "Chernobyl" eine weitere eigenproduzierte Serie, die laut Sender die "wahre Geschichte" des bislang größten Atomunfalls in der Geschichte erzählt. Im Mittelpunkt der fünfteiligen Eventserie stehen die Menschen, die vor Ort gegen die Folgen des Super-GAUs kämpften und vielfach mit dem Leben für ihren Einsatz bezahlen mussten. In den Hauptrollen sind unter anderem Jared Harris, Stellan Skarsgard und Emily Watson zu sehen.

Die Miniserie ist die erste Gemeinschaftproduktion von Sky und HBO ("Game of Thrones"). Die beiden Pay-TV-Anbieter hatten im Frühjahr 2017 einen 250 Millionen schweren Koproduktionsdeal abgeschlossen. Produziert wurde "Chernobyl" - die Serie wird auch hierzulande unter dem englischen Originaltitel gezeigt - von Sister Pictures und The Mighty Mint. 

3.

"Dead to me"

Jen (Christina Applegate) hat kürzlich ihren Mann bei einem Autounfall mit Fahrerflucht verloren. In einer Selbsthilfegruppe lernt sie die schräge Judy kennen, die kürzlich ihren Verlobten verloren hat. Die beiden ungleichen Frauen freunden sich an und helfen sich gegenseitig über ihren Verlust hinweg. Doch Judy verbirgt vor ihrer neuen Freundin ein dunkles Geheimnis. 

Entwickelt und produziert wurde die schwarzhumorige Comedyserie von Liz Feldman, die unter anderem als Autorin an der Erfolgssitcom "2 Broke Girls" mitgewirkt hat. Produziert wurde die Serie von CBS Television Studios für Netflix. Die zehn Folgen sind ab dem 3. Mai bei dem Streamingdienst abrufbar. 

4.

"What/if"

Die Namen sind vielversprechend: In "What/if" übernimmt Reneé Zellweger erstmals eine Hauptrolle in einer Fernsehserie, entwickelt wurde das Format von Mike Kelley, der in der Vergangenheit Serien wie "O.C. California" und "Revenge" geschrieben und produziert hat.

In dem "Neo Noir Thriller" (O-Ton Netflix) geht es um Menschen, die sich auf unmoralische Dinge einlassen - und dann mit den Folgen leben müssen. Zellweger spielt eine mysteriöse Frau, die einem finanziell klammen Pärchen in San Francisco ein unmoralisches Angebot macht. Die zehn Folgen gehen am 24. Mai bei Netflix online. 

5.

"The Society"

Was wäre, wenn auf einmal alle Erwachsenen verschwinden würden und die Jugendlichen freie Bahn hätten? Auf diesem Gedankenexperiment basiert die Netflix-Eigenproduktion "The Society". In der modernen Variante von "Der Herr der Fliegen" findet sich die Jugend einer wohlhabenden US-Ostküstengemeinde auf einmal allein in der Stadt wieder - ohne ihre Eltern und andere Erwachsene und ohne Kontakt zur Außenwelt. Doch aus dem Traum von der ewigen Party wird schnell ein Albtraum. Schon nach kurzer Zeit bilden sich verfeindete Gruppen, die sich zunehmend gewalttätig gegenüberstehen. 

"The Society" verknüpft Elemente des Genreklassikers "Der Herr der Fliegen" mit einem jungen und attraktiven Cast à la "The 100" oder "Riverdale". Zu den Hauptdarstellern gehört unter anderem Kathryn Newton ("Big Little Lies") und Rachel Keller ("Fargo"). Die zehn Folgen sind ab dem 10. Mai bei Netflix verfügbar. 

6.

"Die Morde des Herrn ABC" 

Mit "Sherlock" hat die BBC bewiesen, dass man auch schon unzählige Male inszenierte Stoffe erfrischend modern interpretieren kann. Mit Agatha Christies "Hercule Poirot" hat sich die britische Rundfunkanstalt nun einen anderen großen Klassiker der Kriminalliteraur vorgenommen. Im Gegensatz zu "Sherlock" wurde die Handlung allerdings nicht in die Gegenwart verpflanzt - "Die Morde des Herrn ABC" ist ein eher klassisches Remake. Dass der Dreiteiler aus der Masse der Krimiserien trotzdem heraussticht lässt, liegt vor allem an seinem Hauptdarsteller: In die Rolle des legendären Meisterdetektivs Hercule Poirot schlüpft kein Geringerer als Charaktermime John Malkovich. 

In "Die Morde des Herrn ABC" sucht Poirot zusammen mit Inspector Crome (Rupert Grint aus "Harry Potter") einen Serienmörder, der sich bei der Auswahl seiner Opfer streng nach dem ABC richtet. Die FAZ lobt vor allem die psychologische Tiefe, die die Autoren und Malkovich der Figur des Hercule Poirot verleihen: "Sie fügen der schon auserzählt geglaubten Figur eine Vorgeschichte und damit einen Wesenskern hinzu, wie Agatha Christie sie nicht besser hätte ersinnen können." "Die Morde des Herrn ABC" ist ab dem 1. Mai bei TV Now abrufbar. dh

Außerdem starten im Mai neue Staffeln von: 

"Lucifer", Staffel 4, ab 9. Mai bei Prime Video 

"Sneaky Pete", Staffel 3, ab 10. Mai bei Prime Video 

"Fleabag", Staffel 2, ab 17 Mai bei Prime Video 

"The Rain", Staffel 2, ab 17. Mai bei Netflix 

"Good Girls", Staffel 2, ab 31. Mai bei Netflix 

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