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Diese Serien sollten Sie im April auf dem Schirm haben

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Der "Tiger King": Joe Exotic mit einem seiner Lieblinge
© Netflix
Der "Tiger King": Joe Exotic mit einem seiner Lieblinge
Streamingdienste erleben durch die Corona-Pandemie einen riesigen Ansturm. Die aktuellen Ausgangsbeschränkungen sind eine gute Gelegenheit, um endlich mal seine Merkliste bei Netflix & Co. abzuarbeiten. Auch der Nachschub reißt bislang nicht ab - im Gegenteil. Mit Disney+ ist im März ein weiterer Streamingdienst mit einer riesigen Bibliothek an den Start gegangen und auch die Konkurrenz hält die Schlagzahl weiter hoch. Unsere Streamingtipps für den April.

1.

"The Mandalorian" 

"The Mandalorian" ist eines der Aushängeschilder des neuen Streamingdienstes Disney+, der Ende März in Deutschland online gegangen ist. Die erste Real-Serie aus dem Star-Wars-Universum spielt fünf Jahre nach "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" - ist zeitlich also zwischen der Ur-Trilogie und der im vergangenen Jahr beendeten finalen Trilogie der Filmreihe angesiedelt. Das Imperium ist untergegangen. Der Mandalorianer verdient sein Geld als Kopfgeldjäger. Als er bei einem Auftrag ein 50 Jahre altes Kind entführt, das sich als Artgenosse von Meister Yoda entpuppt, regt sich das Gewissen des schweigsamen Space-Cowboys - er nimmt den Knirps unter seine Fittiche, womit er sich natürlich Feinde macht. 


Bei Kritikern und Fans kam der jüngste Ableger des Star-Wars-Universums sehr gut an, auch weil sich die Serie optisch stark an der stilbildenden Ur-Trilogie von George Lucas orientiert. Zum Cast gehören neben dem aus "Game of Thrones" bekannten Hauptdarsteller Pedro Pascal unter anderem Regie-Legende Werner Herzog, Carl Weathers ("Rocky"), Nick Nolte und Gina Carano ("Deadpool"). Bislang sind vier Folgen abrufbar - Disney+ veröffentlicht immer freitags eine neue Folge. 

2.

"Tiger King" 

In den USA ist derzeit eine neue True-Crime-Serie von Netflix das Thema in Talkshows und Feuilletons: "Tiger King" - Untertitel: "Murder, Mayhem and Madness". Auch hierzulande findet die Doku über die schräge Welt von Großkatzenbesitzern in den USA immer mehr Fans.


Im Zentrum von "Tiger King" steht der exzentrische Country- und Westernsänger Joe Exotic, der einen Privat-Zoo in Oklahoma betreibt. Seine Leidenschaft für Tiger verbindet den bekennenden  Waffenfan und Polygamisten mit anderen zweifelhaften Gestalten wie Drogenbaronen und Hochstaplern. Die größte Rivalin von Joe Exotic ist Carole Baskin, eine Tierschutzaktivistin und Besitzerin einer Auffangstation für Großkatzen. Als die Tierschützerin versucht, seinen Zoo schließen zu lassen und der Streit für Exotic existenzbedrohend wird, versucht er, Baskin ermorden zu lassen. 

In den USA ist die die True-Crime-Doku seit Ende März eines der meistgesehenen Formate bei Netflix. Die siebenteilige Serie ist seit dem 20. März bei den Streamingdienst verfügbar. 

3.

"Pandemie"

Zu Beginn des Jahres ging bei Netflix die Doku-Serie "Pandemie" online - und gehört aktuell aufgrund der Corona-Krise in Deutschland zu den meistgesehenen Formaten des Streamingdienstes. In der Serie geht es allerdings nicht um das derzeit grassierende Corona-Virus, sondern um die stets latente Gefahr einer weltweiten Grippe-Epidemie. Allerdings gibt es erstaunlich viele Parallelen zu den in der Serie beschriebenen Szenarien. So wird auch in "Pandemie" China als ein möglicher Ausgangspunkt einer weltweiten Epidemie genannt. 

Die Serie begleitet Forscher und Ärzte bei ihrer Suche nach Impfstoffen und Strategien gegen die nächste globale Influenza-Pandemie. Die Tonalität ist wie bei vielen US-Dokus im Vergleich zu hiesigen Produktionen recht sensationsheischend - spannend ist die Doku angesichts der aktuellen Corona-Epidemie aber allemal.

4.

"Tales from the Loop"

Die Entstehungsgeschichte der Science-Fiction-Serie "Tales from the Loop" ist bemerkenswert: Als Inspiration für die Serie dienten dem Serienschöpfer Nathaniel Halpern die Gemälde des schwedischen Künstlers Simon Stålenhag. Dieser zeigt in seinen fotorealistischen Bildern irritierende Zukunftsvisionen: In den scheinbar alltäglichen Szenen und Landschaftbildern seiner schwedischen Heimat sind monströse Maschinen und Roboter zu sehen, wobei oft unklar bleibt, ob sie eine Bedrohung darstellen oder mit den Menschen im Einklang leben. 

Die Serie "Tales from the Loop" basiert auf dem gleichnamigen illustrierten Roman von Stålenhag. Der Loop ist ein unterirdisches Forschungslabor für Experimentalphysik in Schweden, das die Geheimnisse des Universums entschlüsseln soll. Darüber leben die Familien der Forscher und Techniker. Doch die Station beeinflusst auch das Leben der Menschen an der Oberfläche, wo eigenartige Dinge geschehen. "Tales from the Loop" ist ab dem 3. April bei Amazon Prime Video verfügbar. 

5.

"Unorthodox"

Esther Shapiro (Shira Haas) lebt in New York in einer streng religiösen chassidischen Gemeinde. Von den Frauen wird erwartet, sich in ihre Rolle als Ehefrau und Mutter zu fügen. Doch Esther bricht sie aus ihrer arrangierten Ehe aus und flieht nach Berlin. Doch während sie eine neue Welt entdeckt und beginnt, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, wird sie von der Vergangenheit eingeholt. 

Die vierteilige deutsche Miniserie von Netflix basiert auf Deborah Feldmans gleichnamigen Bestseller. Die Drehbücher stammen von Anna Winger ("Deutschland 83")und Alexa Karolinski. Regie führte Maria Schrader. In den Hauptrollen sind neben der israelischen Schauspielerin Shira Haas unter anderem Jeff Wilbusch und Amit Rahav zu sehen. Gedreht wurde in jiddischer und englischer Sprache in Berlin und New York. Die Miniserie ist seit dem 26. März bei Netflix online. 

6.

"Run"

Mit "Fleabag" schufen Phoebe Waller-Bridge und Vicky Jones eine der besten britischen Serien der vergangenen Jahre: 2019 gab es sechs Emmys, Anfang dieses Jahres kamen noch zwei Golden Globes dazu. Jetzt legt das Duo eine neue Comedyserie vor, die ab dem 12. April bei HBO in den USA und parallel hierzulande bei Sky zu sehen ist.

"Run" erzählt von Ruby (Merritt Wever) und ihrer Jugendliebe Billy (Domhnall Gleeson), die auf der Highschool einst einen Pakt geschlossen haben: Sollte einer von ihnen aus dem Alltag ausbrechen wollen, schicken sie sich eine SMS mit dem Wort "Run". Antwortet der andere ebenfalls mit "Run", lassen beide alles liegen und treffen sich in New York am Bahnhof Grand Central. Und eines Tages ist es tatsächlich soweit. Allerdings entwickelt sich die Reise so ganz anders als von den beiden Protagonisten gedacht. Die sieben 30-minütigen Folgen von "Run" gibt es in der Nacht vom 12. auf den 13. April in der Originalfassung oder auf deutsch auf Sky Ticket, Sky Go sowie über Sky Q auf Abruf.

7.

"MaPa"

Joyn, der gemeinsame Streamingdienst von Pro Sieben Sat 1 und Discovery, legt nach "Frau Jordan stellt gleich" und "Check Check" eine weitere Eigenproduktion nach. Metin Müller (Martin Mauff) verliert von einem Tag auf den anderen seine Freundin und steht alleine mit seiner einjährigen Tochter da. Fortan muss Metin mit dem Alltag als alleinerziehender Vater - "Mapa": Mama und Papa in seiner Person - klarkommen. Zu allem Übel versucht auch noch seine Mutter, sich hartnäckig zurück in sein Leben zu drängen. "Die Sadcom ist eine liebevolle Hommage an alle alleinerziehenden Mütter und Väter, die jeden Tag ihr Bestes geben", erklärt Joyn. "Der Ton der Sadcom ist immer ehrlich, wie das Leben: mal lustig, mal traurig, mal dramatisch, mal völlig überdreht." 

Die in Berlin angesiedelte Serie ist eine Koproduktion von Joyn mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), produziert wurde die sechsteilige Sadcom von Readymade Films. "Mapa" ist ab dem 16. April bei Joyn abrufbar.

Zusammengestellt von David Hein und Tim Theobald
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