Hamburger Morgenpost

Maik Koltermann wird Chefredakteur / Philip Warth kommt als Digitalchef

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Maik Koltermann ist neuer Chefredakteur der Mopo
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Maik Koltermann ist neuer Chefredakteur der Mopo
Seit Donnerstag dieser Woche gehört die Hamburger Morgenpost nun auch offiziell dem früheren Xing-Manager Arist von Harpe – und der verkündet gleich erste Top-Personalien: Wie erwartet wird Maik Koltermann ab sofort Chefredakteur des Boulevardblattes. Auch in der Geschäftsführung gibt es Veränderungen.
Nach dem Eigentumsübergang hat sich von Harpe selbst als Geschäftsführer installiert – neben der bisherigen Geschäftsführerin Susan Molzow, zumindest bisher. Die taz hatte zuvor berichtet, auch Molzow werde den Verlag verlassen. Nicht überraschend ist, dass Philip Froben, ein Manager des bisherigen Mopo-Eigentümers DuMont, aus der Geschäftsführung ausscheidet. Auch Chefredakteur Frank Niggemeier sowie Vize (und Digitalchef) Alexander Krug nehmen ihren Hut.


Der neue Chefredakteur Koltermann, 44, kehrt damit zur Mopo zurück – bis Sommer 2018 war er dort Vize und hatte den Verlag im Streit mit Niggemeier und Krug verlassen. Er soll sich nun "auf die stärkere Profilierung der journalistischen Inhalte konzentrieren", heißt es. Mit Koltermann komme "nicht nur ein ausgewiesener Kenner des Hauses zurück zur Mopo, sondern auch ein sehr erfahrener und leidenschaftlicher Journalist", sagt von Harpe.
Philip Warth ist neuer Chief Digital Officer der Mopo
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Philip Warth ist neuer Chief Digital Officer der Mopo
Einen Digitalchef installiert er nun auf der Verlagsseite: Dort soll Neuzugang Philip Warth ab sofort als Chief Digital Officer "den Ausbau der digitalen Kanäle vorantreiben". Der 40-Jährige trug zuletzt den Titel "Senior Agency Partnerships Manager" beim Hamburger Adtech-Unternehmen Addapptr, das App-Betreibern Tools zur Werbevermarktung bietet.

Gemeinsames Ziel soll sein, "den traditionsreichen Kern der Mopo auf allen Kanälen einer fortschreitend digitalisierten Medienmarke noch stärker erlebbar zu machen", sagt von Harpe, allerdings zugleich "mit einem stärkeren Fokus auf dem Herz der Mopo: der Printausgabe!" Wohin er mit dem Titel will, hatte der Neu-Verleger bereits Anfang Februar im Interview mit HORIZONT skizziert.


Auf der Website Mopo.de ist von einer Entflechtung zwischen Neu- und Alt-Verlag (Stand: Freitagmittag 13:30 Uhr) noch nichts zu sehen: Dort sind als „weitere Angebote“ nach wie vor die DuMont-Zeitungen Kölner Stadt-Anzeiger und Express verlinkt, ebenso die früheren DuMont-Titel Berliner Zeitung (jetzt in den Händen des Ehepaars Friedrich) und Mitteldeutsche Zeitung (jetzt Bauer). Auch die Zukunft der Lieferung überregionaler Inhalte vom früheren DuMont-Schwestertitel Berliner Kurier und vom DuMont-Kooperationspartner RND (Madsack) wird noch zu klären sein, ebenso wie Fragen der Vermarktungsorganisation. rp
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