Gruner + Jahr

Neon verschwindet auch als eigenständige Digitalmarke

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Das Führungstrio von Stern Digital: Cordula Schmitz, Isa von Heyl und Laura-Lena Förster. (v.l.n.r.)
© Roman Pawslowski
Das Führungstrio von Stern Digital: Cordula Schmitz, Isa von Heyl und Laura-Lena Förster. (v.l.n.r.)
Im April 2018 stellte Gruner + Jahr nach 15 Jahren das Magazin Neon ein. Knapp zwei Jahre später wird auch der eigenständige Auftritt der Marke im Netz verschwinden. Wie das Hamburger Verlagshaus mitteilt, wird das Onlinemagazin für Millennials Anfang 2020 bei Stern.de integriert. Der naheliegende Verdacht, dass G+J damit die Personalkosten senken will, ist allerdings unbegründet. Wie eine Sprecherin gegenüber HORIZONT Online versichert, wird es keine betriebsbedingten Kündigungen geben.
Der Schritt hatte sich bereits angedeutet. Nutzer von Neon.de landen schon seit rund zwei Jahren nicht mehr auf einer eigenen Website, sondern auf einer Unterrubrik von Stern.de, die allerdings die Marke Neon klar in den Mittelpunkt stellt. Damit ist im neuen Jahr Schluss. Das Neon-Ressort auf Stern.de wird aufgelöst - womit auch die Präsenz der Marke fast komplett heruntergefahren wird. So soll es auf Stern.de lediglich eine mit dem Neon-Logo gebrandete Indexseite geben. Auch die Neon-Formate, die zukünftig in den Digitalressorts des Stern produziert und auf Stern.de oder den Ressortseiten ausgespielt werden, sollen mit dem bekannten Logo hervorgehoben werden.  


Die Integration von Neon bringt das Personalkarussell bei Stern Digital gehörig in Schwung. So übernimmt die bisherige redaktionelle Leiterin von Neon, Sarah Stendel, 35, ab Januar die Führung des Social-Media-Ressorts. Dagegen tritt der bisherige Head of Social Media, Swen Thissen, 35, die neu geschaffene Position des Head of Distribution an. In dieser Funktion verantwortet er SEO und Social Media sowie die Steuerung der Inhalte in die jeweiligen Kanäle. 

Eine Stufe auf der Karriereleiter nach oben geht es für Isa von Heyl. Die 41-Jährige, die zurzeit noch als Head of Video & Audio beim Stern wirkt und in dieser Funktion den Podcast „Faking Hitler“ und das Online-Debattenformat Stern Diskuthek auf Youtube verantwortet, rückt in die Chefredaktion von Stern Digital auf. Dort vervollständigt sie neben Laura-Lena Förster und Cordula Schmitz das Führungsteam als dritte Stellvertreterin.


Die Leitung des Video-Ressorts übernimmt Hendrik Holdmann. Der 32-Jährige ist aktuell Redaktionsleiter der Stern Diskuthek. Das Youtube-Talkformat verantwortet künftig Stern-Reporterin Karin Stawski, 36. Mehr zu tun kriegt auch Felix Haas. Der 34-Jährige, bisher für das Newsteam des Stern verantwortlich, wird künftig zusätzlich auch noch übergeordnet die Online-Ressorts Unterhaltung und Ratgeber als Head of Editorial führen.

Beim Stern ist man zuversichtlich, die richtigen Köpfe für die genannten Funktionen gefunden zu haben. "Wir haben digitale Schlüsselpositionen mit starken Talenten aus unserem Haus besetzt", lassen sich die beiden Stern-Chefredakteure Anna-Beeke Gretemeier und Florian Gless zitieren. mas
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