+Geplantes Vermarktungs-Joint Venture

Kartellamt vernimmt Wettbewerber zur Burda-Funke-Werbefusion – Bauer schießt dagegen

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Beim Bundeskartellamt in Bonn liegen nun alle Akten - die Entscheidung naht
© Bundeskartellamt
Beim Bundeskartellamt in Bonn liegen nun alle Akten - die Entscheidung naht
Das geplante Vermarktungs-Joint-Venture von Hubert Burda Media und der Funke Mediengruppe kommt in die heiße Phase – und stößt jetzt teils auf offenen Widerspruch anderer Verlage. Deren Bedenken könnten auch das Bundeskartellamt in seiner Entscheidungsfindung beeinflussen; eine bedingungslose Erlaubnis des Deals wird damit zumindest nicht wahrscheinlicher.

Im vergangenen Sommer hatte HORIZONT den nunmehr dritten Anlauf von Burda und Funke publik gemacht, ihre Zeitschriftenvermarktung in einem Gemeinschaftsunternehmen zusammenzulegen. Damals hatten die beiden Häuser und die Bonner Behörde wichtige Eckpunkte des Projekts sondiert, begleitet von einer informellen Befragung ausgewählter Mediaagenturen und Verlage. Im Oktober schließlich haben Burda und Funke ihr Vorhaben offiziell angemeldet, seit November läuft das sogenannte Hauptprüfverfahren. Hier befragt das Kartellamt Werbekunden, Agenturen und andere Verlage, in Interviews und in ausführlichen Fragebögen. Einer dieser knapp 20-seitigen Fragebögen liegt HORIZONT vor.


Und darin wird deutlich, was die Behörde bei diesem Fall am meisten interessiert: Es geht vor allem um die Werbemärkte für Gesundheitspräparate und für den Versandhandel – und um Billig-Frauentitel (Kartellamt: "Regenbogenpresse", das bedeute "Bunte abwärts"), TV-Magazine und -Supplements sowie Apothekenzeitschriften.

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