Ganske-Gruppe

Schlüpft Hoca X beim Jahreszeiten Verlag unter – oder umgekehrt?

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Die Marke Hoca X soll erhalten bleiben, sagt Jalag- und Hoca X-Chef Heiko Gregor
© Jalag
Die Marke Hoca X soll erhalten bleiben, sagt Jalag- und Hoca X-Chef Heiko Gregor
Man hört es hier wie dort, beim Jahreszeiten Verlag wie beim Corporate-Publishing-Dienstleister Hoffmann und Campe X: Von einem spürbaren Stellenabbau ist die Rede und von zahlreichen Abfindungsangeboten. Hintergrund ist, dass die Ganske-Gruppe ihren Magazinverlag mit ihrer Kundenmedien-Agentur verzahnt – und doppelte Funktionen abbaut. Die Frage ist nur: Wer integriert hier wen?
Es war eine Top-Personalie mit Signalcharakter: Mitte Mai gab die Gruppe bekannt, dass Heiko Gregor, seit März 2019 Chef von Ganskes seit längerem heftig kriselnden Corporate-Publishing-Dienstleister Hoffmann und Campe X (Hoca X), zugleich Geschäftsführer der Schwesterfirma Jahreszeiten Verlag (Jalag) wird – und ab August sogar deren CEO. Damit stellt Ganske seine Publikumszeitschriften und seine Agentursparte unter eine Führung. Um das, was kommt, zu begründen, war dem Hamburger Traditionshaus kein Buzz-Anglizismus zu viel: Auf Basis der Vision „Best of both Worlds“ wolle man im Projekt „Joining Forces“ die Angebots- und Markenportfolios beider Sparten „kundenorientiert kombinieren“.

Wie so viele Unternehmen aller Branchen, die ungemütliche Einschnitte vornehmen, stellt auch die Ganske-Gruppe hier die Nachfragesicht in den Vordergrund. Motto: Man mache das alles ja nur für die geschätzten Kunden (hier: die Werbekunden), und die würden es danach lieben. Das muss nicht falsch sein – und ist doch wohl nur die Hälfte der Wahrheit.

Denn natürlich geht es auch ums Zusammenlegen und ums Kostensparen. „Das ist insoweit zutreffend, als dass für übergreifende Angebote auch die organisatorischen Aufbau- und Ablaufprozesse an die Marktanforderungen angepasst werden“, bestätigt Gregor auf HORIZONT-Anfrage. „Selbstverständlich“ habe die Transformation auch Effizienzziele. So „fallen Positionen weg, weil durch die Kombination der Leistungsportfolios Aufgaben gebündelt und Doppelfunktionen vermieden werden“. Anderswo würden aber auch neue Stellen geschaffen. Da es sich um einen laufenden Prozess handele, will Gregor bisher weder betroffene Positionen noch Zahlen nennen. Nur dies: „Einen massiven Stellenabbau in den beiden Unternehmen gibt es nicht.“

Neben der Kunden- und der Kostensicht sollte man bei der Fusion von Jalag und Hoca X einen dritten Aspekt anführen: Organisationstrends aufgrund der Marktentwicklung.

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