Fußballrechte

Deutsche Fußball Liga sucht Investoren für Auslandsvermarktung

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DFL-Geschäftsführer Christian Seifert
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DFL-Geschäftsführer Christian Seifert
Die Deutsche Fußball Liga hat einen Prozess für den möglichen Einstieg von Investoren in der Auslandsvermarktung gestartet. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung am Freitag berichtete, schickte die DFL potenziellen Geldgebern Informationspakete über eine Beteiligung. Die 36 Proficlubs sollen demnach in einer außerordentlichen Sitzung der Mitgliederversammlung im Sommer über die Angebote möglicher Bewerber urteilen.

" Im Zuge der Corona-Krise hat sich die Nachfrage nach Investmentmöglichkeiten in Sport- und Medienunternehmen nochmals verstärkt. Es wäre den Clubs gegenüber fahrlässig, derartige Optionen nicht zu prüfen", sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert. 


Dem FAZ-Bericht zufolge soll es um einen Anteil von bis zu 25,1 Prozent an einer noch zu gründenden Einheit gehen, die unter anderem die Auslandsrechte vermarktet. "Die Konstruktion sieht im Kern ein neues Unternehmen vor, das für 25 Jahre die Lizenz erhält, die internationalen Medienrechte sowie die globalen Marketingrechte zu verwerten", sagte Seifert. 

Der Einstieg von externen Geldgebern wird besonders von deutschen Fans kritisch gesehen. "Falls sich die Clubs für ein Investment entscheiden, sieht dies eine mögliche Minderheitsbeteiligung von maximal 25,1 Prozent an einer international tätigen Medien- und einer Datentochter der DFL GmbH vor, die keine spürbaren Berührungspunkte in Deutschland hätte", sagte Seifert. "Mit der viel diskutierten 50+1-Regel, die eine Mehrheitsübernahme bei deutschen Clubs untersagt, hat das weder inhaltlich noch strukturell etwas zu tun." dpa

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